Wir machen uns früh reisefertig und verabschieden uns von Jaime. Heute starten wir den Loop über die Ruta 106 und 107 zurück nach Huaraz. Da wir nicht allzu viele Höhenmeter machen wollen ist die Fahrt nur 35 Kilometer lang, dafür aber knackig. Wir gewinnen schnell an Höhe und so bei 3500 Höhenmetern stoppen wir beim Hospedaje y Recreo Tullpa Rumy. Wir fragen nach, ob wir hier übernachten können. Jesus und Maria, kein Scherz, freuen sich uns willkommen zu heißen. Sie sind sehr freundlich und haben Ihr Anwesen sehr schön hergerichtet und alles ist liebevoll gestaltet. Wir essen zu Mittag bei Ihnen und die lokalen Speisen sind sehr gut zubereitet. Jesus braut sein eigens Bier, dass er hier verkauft. Es ist sehr wohlschmeckend und passt gut zum Essen. Nach dem Essen beschließen wir die Gegend zu erkunden. Hier werden Andenlilien (Alstroemeria) in allen Farben gezüchtet. Riesige Felder gibt es hier. Auch Erdbeeren gedeihen hier gut. Wir finden einen Forstweg der ca. 2 Kilometer in die steilen Hänge getrieben wurde. Am Ende ist ein Wendehammer und von dort aus geht ein schmaler Pfad runter zu einer kleinen Holzbrücke, über die man ein sehr großes Feld erreicht. Diese ist neu umgepflügt, so dass man nicht erkennen kann, was darauf angepflanzt wurde. Wir drehen um, denn es ist spät geworden und wir wollen nicht in der Dämmerung zurücklaufen. Zora ist in Ihrer eigenen Welt. Hier so frei rumstöbern zu können ist auch für die Balsam auf die Doggenplage. Wir lassen sie gewähren und rufen sie nicht zurück. Sie ist eh schnell wieder bei uns, wenn sie uns nicht mehr sieht oder hört. Wir kommen gerade rechtzeitig beim MANle an und die schneebedeckten Berge im Abendrot glänzen zu sehen. Es wird nun schon sehr kalt, so dass wir anschließend schnell reingehen. Zora nicht, denn einer der Haushunde ist ein toller Spielkamerad und die beiden jagen voller Eifer durch das gesamte Gelände. In der kühlen Luft dreht sie so richtig auf und erst nach vielen Runden um das MANle kommt Sie rein. Sie hat wohl die Wienerle in der Suppe gerochen. Nach dem Abendessen sind alle Müde und Zora schläft sofort unter dem Tisch. Sie bleibt dort auch liegen als wir zu Bett gehen.









