10.05.2026 Fahrt zum Lago Choclococha

Eine kalte Nacht endet bereits um 05:30 Uhr durch laute Musik hier oben in der absoluten Einsamkeit. Neben uns parkt eine PKW, die Autotüren offen und laute peruanische Volksmusik dröhnt aus dem Wagen. Es zwei junge Leute die wohl eine Problem mit eine Reifen haben. Doch zum Glück fahren sie nach 5 Minuten weiter. Um 09:00 Uhr starten wir das MANle, das trotz frostiger Temperaturen sofort seinen Dienst aufnimmt. Zwar schüttelt es sich kurz, läuft dann aber sauber rund und ich erhöhe das Standgas etwas, um die Druckluft aufzubauen. Der Tag ist sehr sonnig und so haben wir einen herrlichen Blick auf die weiten Täler, die von schneebedeckten Bergen eingerahmt sind. Die Carretera 116 führt uns weiter ins Altiplano hinein. Manche Stellen sind eng und unser Koffer kommt den Felsen sehr nahe. Doch alles geht gut und wir erreichen die 28A. Dieser folgen wir aber nur kurz um anschießend auf die 28E abzubiegen. Diese ist ebenfallt asphaltiert aber nur einspurig. Doch es ist wenig Verkehr und es gibt ausreichend Ausweichstellen. Wieder geht es nun stetig nach oben. Das MANle läuft sauber und ohne zu murren nach oben. Nur an den stellen wo es man runter geht und ich die Motorbremse benutze will es anschließend kein Gas annehmen und grummelt nur unwillig vor sich hin. Ich finde noch keine Routine wir ich das besser steuern kann. Aber wir sind noch eine Weile in der Höhe unterwegs, so dass ich das weiter üben kann. Wir erreichen den Lago Choclococha und suchen uns einen Platz zum Übernachten. Gar nicht so einfach, denn es geht steil nach unten und alles ist felsig und schräg. Auf einen Plateau werden wir fündig, doch nun zeigt sich deutlich eine weiter Schwäche des MANle in dieser Höhe auf 4600m. Vom Standgas aus will der Motor kein Gasannehmen und grummelt nur unwillig. So greift die Kupplung nicht und wir haben keinen Vortrieb. Da wir mehrmals vor und zurück müssen ist das eine ziemliche Plagerei. Letztlich schaffen wir es aber doch und stehen in Fahrtrichtung für morgen. Sogar auf unser Auffahrbretter fahren wir um gerade zustehen. Ist bei der Ankunft das Wetter noch leicht sonnig, ändert sich das sehr schnell und eine gewaltige Gewitterfront zieht auf. Sie hat Graupel und Schneeregen im Gepäck und das alles entlädt sich direkt über uns. Doch das MANle ist eine Festung und wir haben es drinnen sehr gemütlich. Der See ist keine 50 m entfernt, doch sehn können wir ihn nicht mehr. Doch so schnell es gekommen ist geht es auch wieder. So können wir nun sehen, wie sich die Landschaft unter eine leichte Schneedecke verändert hat. Wir gehen mit Zora noch eine Runde raus um ihr mehr Auslauf zu geben. Als wir zurückkommen, wird es bereits dunkel und so starten wir das Programm Abendessen. Wir wollen einen kräftigen Eintopf mit Bohnen, Karotten, Kartoffeln, Sellerie und Rindfleisch machen und da ist erstmal schnippeln angesagt. Das Fleisch wird angebraten und wandert mit allem anderen in den Schnellkochtopf. So sparen wir Energie und schnell ist es zudem. Da wir es auf dem Gasherd zubereiten, wird auch das MANle gleich mitgeheizt. Nach dem Essen gehen Zora und ich noch einmal raus, um Ihr Zeit für die Toilette zu geben. Es wird eine Total ruhige Nacht und wir hören nur unsere Dieselheizung leise brummen.

Navi­gation