11.05.2026 Carretera 28D Übernachtung am Rio Huaytará

Der Morgen ist fast wolkenlos und dennoch mit 0,8°C wärmer als gedacht. Dennoch schalte ich früh die Motoerwärmung ein, um den MANle die besten Startbedingungen zu geben. Zor will raus, den draußen ist ein Besucherhund gekommen. Allerdings ist er etwas ängstlich, doch am Ende gewinnt seine Neugier und Zora ist sehr behutsam bei der Annäherung. Nachdem der erste Kontakt geknüpft ist gibt es aber kein Halten mehr und die beiden toben über den Platz. Da ich das MANle etwas laufen lassen will, starte ich den Motor, der willig anspringt und nach kurzem murren sauber läuft. Er qualmt zwar gewaltig, läuft aber stabil mit 900u/min. Wieder hat unser Reifen keine Luft verloren uns so rolle ich von den Bretten und wir können los. Zora ist nirgends zu sehen, doch als wir sie rufen, kommt sie den Hang raufgeflitzt und steigt schnell ein. Wir bereits gewohnt läuft das MANle die ersten 10 Kilometer, als gäbe es das Thema Höhe und sauerstoffarme Luft nicht. Wir auf Meereshöhe zieht der Motor, ohne zu zucken den steilen Hang nach oben und auch auf den ersten Kilometern läuft er völlig rund. Erst als wir in Santa Ines anhalten, um unseren Müll los zu werden, will es von Standgas nicht richtig das Gas annehmen. Doch wenn ich ganz behutsam an gas gehe, stößt er zwar gewaltige Rauchwolken aus, zieht aber sauber hoch. Wir folgen nun der gut ausgebauten 28D weiter zu höchsten Punkt auf knapp 4800m Höhe. Anschließend geht es nach unten und nun kommt der schwierigere Teil für das MANle. Denn wenn er ohne Gas zu geben den Berg hinunter rollt will er kein Gas mehr annehmen. Das wird richtig übel, wenn man die Motorbremse einschalten will. Denn dann will die Automatik einen oder sogar zwei Gänge zurückschalten, bekommt aber die notwendige Drehzahlerhöhung nicht hin und kuppelt aus. Im allerschlimmsten Fall kommt es zur Getriebestörmeldung und es geht nichts mehr. Daher lasse ich das MANle im 6ten auf Handbetrieb laufen und bremse lieber vor den Serpentinen leicht mit der Bremse ab, ohne die Motorbremse zu bedienen. So rollt das MANle mit 1500 U/min den Berg runter und wenn die Drehzahl in den Serpentinen auf 1000U/min abfällt ist das nicht schlimm, es geht ja den Berg runter und das MANle zieht da sauber durch. Wenn ich sacht an Gas gehe, ruckelt er nicht einmal mehr und nimmt sauber das Gas an. Nach nun 11 Tagen über 4000m Höhe wollen wir nun zu Küste nach Pisco fahren. Doch wir wollen auch langsam absteigen und so suchen wir uns auf 3700m Höhe einen geeigneten Platz. So fahren wir nur knapp 50 Kilometer und erreichen am Rio Huaytará eine freie Fläche wo wir wenden können und das MANle ausnivelliert abstellen können. Wir haben dieses Ziel bereits um 11:30 Uhr erreicht und so gehen wir gleich auf Tour dem Fluss entlang. Für Zora ist das ein absoluter Abenteuerspielplatz und wir sehen sie nur kurz. Wir haben gutes Sonnenwetter und so steigen die Temperaturen über die 20°C Marke an. Wir holen Tisch und Stühle raus und essen draußen zu Mittag. Die Sonne hat viel Kraft und man muss höllisch aufpassen und darf sich von den kalten Temperaturen nicht täuschen lassen. Wir verbringen den Nachmittag am Fluss und Zora ist von Ihrem Spielplatz voll auf begeistert. Erst als die Sonne hinter dem Berg versinkt wird es deutlich kälter und es kommt leichter kalter Wind auf, der durch den Flusslauf weht. Wir packen alles zusammen und verdrücken uns ins MANle. Dort gibt es Kaffee und Kekse und für Zora einen Kauriegel. Wir gehen noch einmal eine Abschlussrunde und richten anschließend unseren Eintopf her. Doch vorher kümmere ich mich noch um den verrusten Gasbrenner. Dieser ist wieder ordentlich dreckig und kein Wunder will er nicht richtig zünden und geht immer mal wieder aus. Mit eine Zahlzwischenbürste reinige ich die Düse und auch den Verteilerkopf reinige ich. Beim zusammenbauen merke ich, dass ich den gesamten Kopf um gute 3 Millimeter verschieben kann. Tatsächlich finde ich eine Stelle, wo der Zünder gut funktioniert und auch sofort die Flamme stabil brennt. Der Eintopf schmeckt beim zweiten Mal fast besser als neu und wir essen Ihn nun komplett auf. Wir erwarten hier eine sehr ruhige Nacht, denn schon am Tag war der Verkehr sehr gering. Aber wir sind In Peru und da weiß man nie was kommt.

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