Nach einer total ruhigen Nacht startet der Tag sonnig und schon früh schalte ich die Motorerwärmung an. Bei 3°C und auf 4130m Höhe ist das notwendig, um dem MANle beim Starten zu helfen. Ein halbe bevor wir los fahren, schalte ich auch den Booster der Starterbatterie zu um die Chemie der Batterie etwas anzuwärmen. Das schont die Batterie und sie hat den vollen Starterstrom zur Verfügung. Wir zu erwarten, starte das MANle nach seinen zwei Umdrehungen und läuft sofort ruhig und raucht nur ganz schwach. Es sind nur 8 Kilometer bis zur Lagune, daher lassen wir uns viel Zeit und lassen das MANle ruhig über die buckelige Piste gleiten. Es gibt ein paar engere Stellen, die etwas meine Aufmerksamkeit fordern. Erst als wir zur 8 Tonnen Brücke kommen, wird es spannend, denn wir müssen die Furt duch den Fluss nehmen. Das wäre auch kein Problem, wenn dieses nicht einer sehr engen Serpentine gleichen würde. Die großen Felsbrocken rechts und links erlauben keinen anderen Weg und ich kann nur durch rangieren im Fluss die Auffahrt schaffen. Das hat allerdings seine Tücken, denn genau da wo ich hin rangieren muss, gibt es einen ca. 30cm tiefen Absatz. Ich muss ihn zwangsläufig einseitig überfahren, was das MANle stark verschränkt. Doch dank 4×4, Untersetzung und Längssperre zieht sich das MANle die Furt nach oben auf den Weg. Allerdings blieb das nicht ohne Folgen, denn unser Geschirrschank hat sich beim Schränken geöffnet und alle Teller und Schüsseln sind herausgestürzt. Ein tiefer Teller und eine Schüssel haben das nicht überlebt. Es sind nur noch wenige Kilometer bis zur Lagune und daher fahren wir erst mal dorthin und stellen das MANle so ab, dass wir hier Übernachten können. Hier hole ich nun den Staubsauger raus und befreie unseren Teppichboden gründlich unter Einsatz der Bürste von den Scherben und Splittern. Auch alles, was Heil geblieben ist, spülen wir gründlich ab, um alle Spittler auch dort zu beseitigen. Zum Glück haben wir uns in Curenca mit neuem Geschirr eingedeckt und dieses hat den Sturzgut überlebt. Nun wird es zeit die Lagune zu erwandern. Es gibt einen keinen Pfad, der von den Rindern hier benutzt wird, um die Lagune zu umrunden. Auf diesem laufen wir nun ganz nach hinten. Hier ist es wieder sehr sumpfig, aber wir finden einen trockenen Weg, um ganz auf die andere Seite zu gelangen. Hier ist der Viehpfad nun wieder besser zu erkennen und so können wir gut den Rest des Weges laufen. 4,5 Kilometer zeigt die Uhr, das sind auf nun 4400m Höhe auch genug. Susanne geht es nun nicht mehr so gut und sie legt sich eine Weile hin. Zora und ich nutzen die Zeit um noch ein wenig der Piste zu folgen um auch die andere Seite des Tals zu sehen. Als wir zurückkommen, ist Susanne aufgestanden und nun bereiten wir unsere Kürbissuppe mit Kartoffeln und Karotten zu. Mit Wienerle verfeinert ein klasse Abendessen, das schnell die Kälte aus den Gliedern vertreibt. Es hat nun nur noch 1,5 °C, doch die Dieselheizung läuft einwandfrei. Allerdings will unsere Gasheizung in der höhe nicht mehr das Wasser erwärmen. Nicht schlimm, die Batterien sind voll und so machen wir es eben elektrisch. Das geht immer. Wir erleben noch, wie der Vollmond über die Felsen klettert und die Lagune in magisches Licht taucht. Danach gehen schnell die Lichter aus. Die Höhe fordert eben ihren Tribut. Zora scheint das überhaut nichts auszumachen, denn sie steunert lieber draußen rum als im MANle zu liegen. Erst als wir zu Bett gehen rufen wir sie rein. Sie kommt sofort und macht es sich unter dem Tisch bequem.








