Nach einer sehr ruhigen Nacht auf fast 4000m Höhe geht es allen erstaunlich gut und wir sind gut ausgeruht. Das Wetter war regnerisch, doch im laufe des Vormittags klart es immer mehr auf. Ich habe schon um 05:30 Uhr unsere elektrische Vorheizung des Motors eingeschaltet und heize so unser Kühlwasser auf. Eine halbe Stunde bevor wir starten, schalte ich auch den Batterieladeregler ein um die Chemie der Starterbatterie etwas anzuwärmen. So vorgewärmt startet das MANle wir üblich nach der zweiten Umdrehung. Gerade so, als gäbe es die Höhe und die 4°C Außentemperatur nicht. Sofort fällt der Motor in ein ruhiges Standgas und raucht auch nicht aus dem Auspuff. Wir wollen heute auf 4600n Höhe hochfahren und da das MANle auch in dieser Höhe gut läuft kommen wir sehr gut voran, bis wir San Marcos erreichen. Von hier aus geht es auf die 111, die nun nicht mehr ganz so gut ausgebaut, aber immer noch gut zu befahren ist. Es gibt quasi gar keinen Verkehr und so können wir das MANle gemütlich laufen lassen und uns immer weiter nach oben schrauben. Die Landschaft ist einfach grandios und immer wieder halten wir an um das zu genießen. Erst als wir die Mine erreichen, wird die Piste schlechter und ich muss etwas mehr aufpassen. Viel loses Geröll und Schlammlöcher säumen nun die Piste. Doch dieses ist oft breit genug, um das zu umfahren. Der Anblick auf die riesige Mine erschreckt einen fast. Gut 5 Kilometer fahren wir den riesigen Abräumhalden entlang, um dann endgültig am tiefsten Punkt der Mine anzukommen. Wir fahren an riesigen Pipelinerohren entlang, die das gewonnene Erz über 300 Kilometer zur Küste transportieren. Viele große Seen wurden hier angelegt, denn der Wasserbedarf der Mine ist enorm. Wir fahren weiter und von nun an ist die Straße in bestem geteertem Zustand und sehr gut ausgebaut. Wir wollen nun auf 4600m übernachten und finden hierzu einen alten verlassenen Lagerplatz. Zwar kommt auch hier eine Team der Minensicherheit bei uns vorbei, doch sie haben gegen unsere Übernachtung keine Einwände. Es hat nun nur noch 1°C, dennoch gehen wir mit Zora los die Gegend zu erkunden. Es gibt hier Küche und Pferde, die hier oben wohl frei leben, denn wir sehen keine Zäune. Ist beginnt zu regnen, der leicht mit Schnee vermischt ist. So machen wir die Schotten dicht und bereiten uns für einen gemütlichen Abend vor. Zora steunert noch lange draußen rum und ihr macht das regnerische, kalte Wetter wohl überhaupt nicht aus. Doch als sie ins warme MANle zurückkommt will sie hoch in die Betten und dort schläft sie auch sehr schnell ein. Auch wir sind müde und folgen ihr schnell nach.


















