24.04.2026 Lagune Querococha Carreera 110 Übernachtung

Heute nun starten wir unser Weiterreise über die Carretera 110. Doch zuvor wollen wir noch einiges in Huaraz erledigen. Paula hat uns einen Reifenhändler ausfindig wo wir LKW-Reifenflicken und passendes Vulkanisierungsmittel kaufen können. Wir benötigen das, weil unsere Vorräte nun aufgebraucht sind. Solange ich das erledige, fährt Susanne mit dem Taxi in die Innenstadt und füllt unsere Bargeldreserven auf. Als nächstes Tanken wir unseren 300l Tank randvoll und geben auch das Diesel-Additive dazu, denn wir wollen ja wieder lange über 4000m fahren. Da unser Druckminderer des unseres Gastanks undicht geworden ist haben wir viel Gas verloren. Daher tanken wir auch GLP-Gas an einer Tankstelle nach. Dank unseres Adaptersets funktioniert das auch ohne Probleme. Nächster halt ist ein kleiner Supermarkt, wo wir Trinkwasser und Gemüse kaufen können. So gerüstet starten wir nun auf die Carretera 110, auf der wir in Sam Marcos auf die 111, die sogenannte Minenroute abzweigen wollen. Diese trägt diesen Beinamen, da sie direkt durch die Antamina, eine der größten Minen in Peru führt. Die Piste ist in guten Zustand und mit dem MANle leicht zu befahren. Da wir sehr viel Zeit mit den Einkäufen verloren haben und Zora die ganze Zeit geduldig im MANle geblieben ist fahren wir nur noch bis zur Lagune Querococha. Diese liegt auf 3980m höhe und eignet sich gut als Übernachtungsplatz. Wir stellen das MANle auf der Parkfläche ab und laufen runter zur Lagune. Zora ist wieder voll auf begeistert und sprintet weit voraus. Es gibt hier einen kleinen Kiosk mit einer ganz lieben alten Frau, die uns Matetee mit selbst gemachtem Honig verkauft. Der Honig ist superlecker und tatsächlich holt sie uns einen 1kg Becher und verkauft uns diesen für 30 Soles. Da am späten Abend die Sonne noch einmal durchbricht machen wir uns noch einmal auf eine kurze Tour an der Lagune entlang. Über eine kleine Brücke gelangen wir auf die andere Seite und ein schmaler Pfad führt von dort aus um die Lagune. Doch das ist uns in dieser Höhe noch zu weit. Als wir zurückkommen, ist das Kiosk zu und niemand ist mehr hier. Nun gehört diese tolle Landschaft uns ganz allein. Wir bereiten unser Abendessen zu und als der Himmel nun eintrübt und es zu regnen beginnt es endgültig Teit die Türen zu schließen. Mit nur noch 4,8°C draußen muss die Dieselheizung nun übernehmen. Die 110 ist nachts nicht befahren und so verläuft die Nacht bis in die frühen Morgenstunden sehr ruhig. Nur von der Ferne hört man ab und zu einen Hund bellen.

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