Die Nacht verlief für mich sehr Ereignisarm, denn ich habe sehr gut geschlafen. Susanne leider nicht, sie war lange wach und hat erst in den frühen Morgenstunden Schlaf gefunden. Auch Zora war wohl unruhig, denn auch Sie schläft lange aus. Bei 1,6°C heute früh nicht die schlechteste Idee, etwas länger im Bett zu bleiben. Die Sonne holt uns aber schnell raus, denn sie scheint von einem tiefblauen klaren Himmel Wir wollen mit der Beta zur Mine fahren und daher vorher mit Zora eine kleine Wanderung unternehmen. Wir folgen dem breiten Pfad, den die Dorfgemeinschaft hier vom Dorf Saccsamarca hier hoch zum Plaza Central Chaccllatacana angelegt hat. Da Susanne ihrer Kondition nicht traut, laufen wir aber nicht den gesamten Weg. Wir wollen nicht, dass Sie wieder Kopfschmerzen bekommt. Denn bisher ist Sie davon verschont geblieben. Zora hat sich gut ausgepowert und so kann Sie gut für zwei Stunden im MANle bleiben. Ich hole die Beta von der Hebebühne und mache sie startklar. Es hat 18°C, daher ist warme Kleidung für die Fahrt wichtig. Über viele Serpentinen windet sich der Weg rauf zur Mina Santa Barbara, die auch den Beinamen Mine des Todes hat. Denn unzählige Arbeiter sind bereits nach wenigen Monaten Zwangsarbeit in der Mine gestorben. Diese Mine war eine der bedeuteten Minen, die die Spanier im 16. Jahrhundert ausgebeutet haben. Denn die hier gelagerten Quecksilbervorkommen erst ermöglichten Ihnen die reichen Silber und Goldvorkommen der anderen Minen vor allem in Bolivien auszubeuten. Doch der giftige Staub beim Abbau sowie Mangelernährung und unzählige Stolleneinstürze haben viele der indigenen Arbeiter umgebracht. Noch heute ist die Umgebung hier von Schwermetallen belastet und das Oberflächenwasser rund um die alte Mine kontaminiert. Doch dir großen Schaf- u. Alpakaherden hier scheinen resistent zu sein. Große Herden ziehen hier ohne Zäune frei über die Hochebenen. Es ist für uns ein schöner Anblick dieses großen Herden so frei laufen zu sehen. Nur das Läuten einiger Glocken deutet darauf hin, dass die Tiere Nutztiere sind und einige davon sind auch bereits geschoren. Wir fahren zurück und holen Zora aus den MANle die aber gar nicht raus will. Erst als die Hunde vom Schäfer auftauchen geht sie mit ihnen auf Tour. Diese Hunde haben großen Hunger und so gibt Susanne allen Futter. Zum Glück haben wir uns erst mit frischen Streunerhundefutter eingedeckt. Schnell ist ein halber Sack aufgebraucht. Noch einmal folgen wir einem dieser Hirtenpfade in die Berge und erreichen nach gut einem Kilometer einen Kamm, der uns einen tollen Blick zur Stadt ermöglich. Von hier erkennt man erst, wie hoch wir von der Stadt aus hochgefahren sind. Zora liebt diesen Pfad, denn hier kann sie Ihre Kletterlust so richtig ausleben. Als wir zurückkommen, sind wir hungrig und bereiten unser Abendessen zu. Wir haben Rindfleisch rausgelegt und das machen wir nun zu geschnetzeltem mit Nudeln und Bratensoße. Das ist deftig und da es draußen wieder nur 3°C genau richtig, um den inneren Ofen anzuheizen. Zora liebt dieses essen auch und greift kräftig zu. Die Nacht ist wieder sternenklar und der Mond reicht aus um alles um uns herum ich ein sanftes Licht zu tauchen. So wird auch dieses Nacht sehr ruhig.

