Wir packen unsere restlichen Sachen zusammen und machen uns abfahrfertig. Eilig haben wir es nicht, denn wir wollen auf der Anfahrt nach Huaraz auf ca. 2500m Höhe stehen bleiben, um Susanne etwas Zeit für die Höhenanpassung zu geben. Wir verabschieden uns von unserem Gastgeber und nachdem das Abschiedsfoto im Kasten ist, fahren wir los. Die ersten Kilometer sind geprägt von Wüste und Geröll. Erst als wir etwas höher steigen wir die Landschaft grün und fruchtbar. Natürlich gibt es hier viel Mango- u. Maracujaplantagen. Aber auch Äpfel wachsen hier. Langsam, aber stetig steigt die gut ausgebaute Straße an, bis sie sich steil über viele Serpentinen nach oben windet. Wir haben den Höhenmesser fest im Blick und als er über 2500m anzeigt suchen wir einen Platz zum Übernachten. Diesen finden wir direkt neben der Straße an einem leicht erhöhten geebneten Platz. Der Höhenmesser zeigt 2600 Höhenmeter an, wir sind genau im geplanten Fenster. Genau gegenüber gibt es einen Weg, auf dem wir mit Zora etwas laufen können. Dies schein ein Privatweg zu sein, denn er endet an einem von Hunden gut bewachten Haus. Daher drehen wir wieder um und laufen zurück. Es gibt hier Schweine, die an Pflöcken angebunden sind oder auch frei herumlaufen. Die Sonne kommt am späten Nachmittag noch einmal hervor und taucht die Täler in ein malerisches Licht. Nun zieht auch der Nebel hoch und verändert die Landschaft völlig. In den Abendstunden liegen die Täler im Dunst und wir sehen von hier oben über alles hinweg auf den Sonnenuntergang. Wir bekommen Besuch von einem völlig abgemagerten Straßenhund. Da ist die Hundefee wieder voll in Ihrem Element. Zwei Portionen Trockenfutter, Spagetti und anschließend Reis bekommt er serviert. Zora flippt aus, doch das ist Nebensache. Die Temperaturen sinken wieder unter 15°C, was die Nacht angenehm zum Schlafen macht.









