Ruta 11: Volle Tanks, raue Gipfel und die große Ruhe vor dem Altiplano

Nach dem herrlich entspannten Jubiläumssonntag stand der gestrige Montag ganz im Zeichen der großen Vorbereitungen für die Anden. Bevor es endgültig in die dünne Luft und die Einsamkeit des Altiplano geht, mussten die Vorräte und die Technik absolut krisenfest gemacht werden. Erste Station war der große Jumbo-Supermarkt in Arica, wo die Einkaufswagen bis obenhin mit Proviant beladen wurden, schließlich weiß man nie genau, wann man das nächste Mal an so einer gut sortierten Frischetheke vorbeikommt. Direkt im Anschluss ging es weiter zum Sodimac-Baumarkt, um noch die letzten wichtigen Utensilien für die Werkzeugkiste und das Leben an Bord zu besorgen. Ein ganz wichtiger und beruhigender Punkt auf der Erledigungsliste war der Besuch beim Büro der Telefongesellschaft, um die neue SIM-Karte freizuschalten. Nach dem üblichen bürokratischen Prozedere lief alles reibungslos, sodass die Verbindung zur Außenwelt nun auch für die nächsten Wochen gesichert ist. Natürlich durfte auch das MANle nicht zu kurz kommen: Die Dieseltanks wurden randvoll gemacht, und um für die eisigen Nächte in den Bergen gewappnet zu sein, kam direkt die passende Dosis Frostschutz-Additiv mit in den Kraftstoff. Auf den steilen Passstraßen hinauf in die Berge zeigte das MANle bei der darauffolgenden Auffahrt dann auch gleich, was es kann, mit vollen Tanks und schwer beladen genehmigte sich der treue Begleiter auf den extremen Steigungen sportliche 42 Liter auf 100 Kilometer. Doch die Mühe hat sich mehr als gelohnt. Am späten Nachmittag wurde die Küste endgültig hinter sich gelassen, und die Route führte hinauf auf die ersten 2.500 Höhenmeter zu einem wunderschönen, absolut friedlichen Aussichtspunkt. Aufgrund der aktuellen politischen Situation und der Blockaden im nahen Bolivien war die ansonsten stark befahrene Transitstrecke wie leergefegt. So bescherte diese ungeplante Ruhe eine fast verkehrsfreie und unheimlich erholsame Nacht in den Bergen. Mit einem grandiosen Blick auf die majestätischen Silhouetten der Anden und einer perfekt schnurrenden Heizung im Koffer klang dieser vollgepackte Montag in der absoluten Stille der Berge aus.

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