29.08.2026 Besuch der Wasserfälle Cataratas del Iguazú

 

177978 Kilometer ges. 25°38`19.90“Süd 54°34`33.56“West
0l Brauchwasser 0l Trinkwasser 0l Diesel
0l Benzin 195m Höhe 1004mbar

Schon vor dem ersten Sonnenstrahl sitze ich am Tisch, tippe am Blog und spüre dieses typische Kribbeln im Bauch: Springt die Beta nach der Standzeit sofort an und wie wird unser Tag an den berühmten Wasserfällen? Zora hat die leichte Unruhe natürlich sofort im Gespür und drängt schon früh nach draußen. Also drehen wir erst einmal eine ausgiebige Runde über den Platz. Viel Blickkontakt gibt es allerdings nicht, ihre Schnauze klebt förmlich am Boden, jede neue Fährte will genauestens inspiziert werden. Währenddessen ist auch Susanne fit und verstaut alles Wichtige sorgfältig im wasserdichten Rucksack. Für Zora ist bestens gesorgt: Sabine und Peter haben einen Schlüssel und lassen sie zwischendurch immer wieder in den Garten, damit ihr die Wartezeit nicht zu lang wird. Als ich den Starter drücke, beweist die Beta wieder einmal absolute Zuverlässigkeit: Auf den ersten Schlag schnurrt der Motor, und wir surfen die 20 Kilometer entspannt hinüber zum Park. Am Eingang haben sich bereits die ersten Reisegruppen versammelt, überall hört man vertraute deutsche Wortfetzen. Mit unseren Onlinetickets flutschen wir aber ohne Verzögerung durch die Kontrolle und stehen pünktlich am Bahnsteig, wo kurz darauf der Dschungelzug einrollt. Am Ausstieg zahlt sich unser schnelles Timing voll aus: Während die geführten Gruppen sich noch um die Infotafeln scharen und den Guides lauschen, marschieren wir zügig vorweg. Das Ergebnis ist schlichtweg magisch: Wir betreten als Erste den langen Holzsteg, vor uns liegt der Weg völlig menschenleer. Keine Hektik, kein Gedränge, nur wir und die wilde Natur. Der Rio Iguazú führt aktuell gewaltige Wassermassen. Über sämtliche Kaskaden stürzen schäumende Fluten in die Tiefe, und selbst Nebenarme, die in trockeneren Monaten leer stehen, haben sich in tosende Ströme verwandelt. Nachdem wir den oberen Rundweg komplett ausgekostet haben, biegen wir auf den mittleren Weg ein. Hier merken wir allmählich, welcher Besucheransturm sich normalerweise durch den Park wälzt. Zwar bewegen wir uns immer noch vor der ganz großen Masse, aber an manchen Engstellen gerät der Fluss der Spaziergänger nun doch ins Stocken. Der untere Rundweg bleibt wegen der enormen Pegelstände leider gesperrt, doch die Ausblicke vom mittleren Pfad entschädigen für alles: Die Sonne steht inzwischen im perfekten Winkel und zaubert leuchtende Regenbögen direkt in die aufsteigende Gischt. Nach gut drei intensiven Stunden schlendern wir zurück zur Beta, packen uns auf den Rückweg und stecken in einem kleinen Supermarkt noch schnell frisches Obst, Brot und Fleisch für den Abend ein. Zurück am MANle empfängt uns Zora mit ihrer herrlich überschwänglichen Wiedersehensfreude, erst mal ausgiebig knuddeln! Im Innenraum herrscht dank Klimaanlage eine herrlich kühle Wohlfühloase von 23 Grad, während das Thermometer draußen auf schweißtreibende 34 Grad geklettert ist. Zora hatte es also rundum gemütlich. Am späten Nachmittag sorgt die Technik dann doch noch für eine Schrecksekunde. Wegen massiver Spannungsschwankungen im lokalen Netz verweigert das abgesetzte Panel unseres Wechselrichters den Dienst. Der Konverter läuft zwar, nimmt aber keinerlei Befehle mehr an. Hilft alles nichts: Das System braucht einen echten Kaltstart. Also heißt es Ärmel hochkrempeln, den gesamten Technikraum freiräumen und das dicke Batteriekabel von der 12-Volt-Schiene trennen. Nach dem Spannungsreset meldet sich das Panel glücklicherweise sofort wieder funktionsfähig zurück, Erleichterung pur! Nach einem schnellen Abendessen lassen wir den Tag entspannt bei Sabine und Peter ausklingen und tauschen bei guten Gesprächen unsere Eindrücke aus. Zora stromert vergnügt über das Gelände und schaut nur ab und zu vorbei, um charmant ein Leckerli abzustauben. Zu später Stunde übernimmt die Natur wieder die Regie: Das abendliche Froschkonzert läuft auf Maximallautstärke, doch von der dröhnenden Partymusik des Vortags fehlt jede Spur. Bei angenehmen Temperaturen im Koffer schlafen wir tief und fest ein.

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