Wir starten den Tag früh, denn wir wollen heute erst Mal zu kleinen Ort Laguna Blanca fahren und dort einen ca.2,5 Kilometer langen Weg zu einem Wasserfall laufen. Es sind nur 6 Kilometer auf der guten Piste zu fahren und auch der kleine Abzweig durch den Ort ist gut fahrbar. Wir stellen das MANle ab und folgen nun dem schmalen Pfad den Berg hoch. Doch es gibt keinen Wasserfall, dafür aber einen tollen Bach in dem Zora wieder richtig viel Spaß hat. Hier obenrum zu klettern ist eh wieder ihr Ding und so ist sie uns oft weit voraus. Nach gut 2,3 Kilometern drehen wir um, denn wir wollen heute noch die Felsformationen vom Campo de Piedra Pomez erreichen und das noch gute 120 Kilometer. So fahren wir zurück auf die Ruta 43 und folgen dieser bis El Peñon. Doch eine Reifenpanne reißt uns völlig unerwartet aus unseren Plänen. Wir hören das uns nun schon vertraute Geräusch zischender Luft und halten sofort an. Unter rechtes Hinterrad hat eine ca. 3cm langen Schnitt und in wenigen Sekunden ist die Luft komplett raus. Nun schlägt also die Stunde unseres neuen Ersatzrades mit dem Continental MTP80 Reifen. Hier aufüber4000m Höhe bläst ein sehr starker Wind und das MANle schüttelt sich heftig, während wir sehr routiniert das Ersatzrad montieren. Wir setzen nach gut 40 Minuten unsere Reise fort und halten vorsorglich alle 20 Kilometer an um den Ersatzreifen zu kontrollieren. Alles ist aber sehr gut und so erreichen wir den Ort El Peñon. Bei einen großen Hotel fragen wir an, ob wir im Windschatten des Gebäudes unseren Reifen flicken dürfen. Das wird uns gewährt und so reparieren wir den Ersatzreifen, denn nur dumme Overlander fahren ohne funktionierendes Ersatzrad hier in die weiten Berglandschaften. Nachdem das Ersatzrad dicht und wieder montiert ist, fahren wir weiter zum Abzweig zum Campo de Piedra Pomez. Nun liegen noch etwa 20 Kilometer Piste vor uns und die ist ganz schön heftig. Derbes Waschbrett auf den ersten und anschließend tiefe Sandpassagen gilt es zu fahren. Doch mit eingelegter Längssperre und Untersetzung ist das für das MANle alles kein Problem. An der Rangerstation ist um dieses Uhrzeit niemand mehr und so fahren wir durch zum Parkplatz des Campo de Piedra Pomez. Dort stellen wir das MANle in den Windschatten eine großen Felsen und beschließen erst morgen dort zu wandern. Wir sind nach diesem anstrengenden Tag müde und froh nun sicher zu stehen. Noch bevor es Dunkel wird, sind die letzten 4×4 Pickups weg und wir sind ganz alleine hier. Ich kontrolliere vorsorglich noch einmal das Hinterrad, doch alles ist bestens.

















