28.06.2026 Wanderung bei der Laguna Inka Coya

Da wir heute nichts zu tun hatten und hier bis Dienstag ausharren müssen, widmete ich mich meinem Werkzeug, das in den letzten Wochen stark gelitten hat, und räumte zudem alles, was kälteempfindlich ist, von den Edelstahlboxen in den immer warmen Technikraum um. Doch als Erstes ließ ich das MANle an, um zu prüfen, ob die Druckluft funktioniert, und da war zum Glück alles bestens, sodass schon nach wenigen Sekunden die Zeiger nach oben wanderten. Anschließend überprüfte ich noch einmal unseren Druck im Ersatzrad, welcher nun fast drei Tage nach dem Nacharbeiten nur um 0,2 Bar gesunken war, sodass wir uns darum keine Sorgen mehr machen müssen. Ich räumte den kompletten Technikraum aus und entstaubte diesen gründlich, denn der feine Puder der Atacama dringt einfach durch alle Ritzen und hatte eine feine Puderschicht über alles gelegt. Beim Zurückräumen reinigte ich alles sehr sorgfältig und verstaute wieder alles absolut formschlüssig, damit auf der Piste nichts verrutschen kann. Nun hatte die Sonne auch die Luft gut erwärmt, und so machten wir uns auf eine etwas längere Wanderung am Fluss entlang, was für Zora natürlich wieder erstklassig war, da sie im Fluss herumwaten und sich anschließend in diesem feinen Puder wälzen konnte. Sie genoss diese Wanderung sichtlich und lief sehr weite Wege, auch wenn der Wind etwas unangenehm war und der feine Puder, den er heute aufwirbelte, ganz schön in den Augen brannte. Wir fanden eine Stelle, wo ein kleiner Weg runter zum Fluss führt, der mit Autospuren übersät war, und da wir morgen ohnehin von der Lagune wegfahren müssen, überlegten wir, ob wir uns nicht hierher stellen sollten. Wir wollen nämlich am Dienstag um 9:00 Uhr bei der SAG-Behörde sein, weshalb wir hier um 8:00 Uhr losfahren müssen, die Schranke der Lagune wird aber erst um 9:00 Uhr geöffnet, was also viel zu spät für uns wäre. Wir gingen noch etwas weiter runter zum Fluss und liefen soweit es ging an diesem zurück, und als die steilen Felswände begannen, verließen wir das Tal und stiegen hoch, um auf dem Plateau zurückzulaufen, sodass gut 6 Kilometer zusammenkamen. Heute am Sonntag waren doch einige Besucher mehr an der Lagune zu Besuch, die uns aber überhaupt nicht störten, und schon bevor es dunkel wurde, waren wir wieder ganz alleine hier. Da wir volle Batterien und viel Zeit hatten, richteten wir einen großen Rinderbraten her und ich holte unseren Backofen raus, damit wir diesen dort zubereiten konnten, während es frischen Brokkoli dazu gab und Susanne mit chilenischem Rotwein auch noch eine perfekt passende Soße zauberte, was ein richtiges Festessen wurde, von dem nur ein kleiner Rest des großen Bratens übrig blieb. Wieder gab es einen tiefroten Sonnenuntergang und anschließend wurde die Nacht vom Vollmond magisch erhellt. Nachdem Zora ihre Abschlussrunde erledigt hatte, machten wir die Schotten für die Nacht dicht, allerdings machte Zora uns etwas Kummer, denn sie sprang nicht mehr ins MANle rein und schonte sich, was für sie sehr ungewöhnlich ist. Auch dass ich ihr nicht an die Vorderpfote fassen durfte, war nicht normal, und so trug ich sie schließlich rein und legte sie aufs Bett, wo sie sich ausruhen konnte.

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