Der Tag beginnt mit einem grandiosen Schauspiel über dem Fluss: Bei angenehmen 23°C erwacht der Río Paraguay im Minutentakt mit wechselnden Lichtstimmungen, während der Rest der Crew noch tief schläft. Ich nutze die ruhigen Morgenstunden auf dem Dach, um mit meiner KI Nayru den Blog von gestern zu bearbeiten. Wir testen einiges aus, daher dauert es heute etwas länger, macht aber umso mehr Laune.
Als auch Susanne wach wird, rührt sich Zora, für sie ist das Schaukeln und der Stahlboden nach wie vor eine schwer begreifbare Angelegenheit. Kurzerhand lassen wir uns mit dem kleinen Beiboot an eine flache Landzunge bringen. Zoras Morgentoilette klappt überraschend reibungslos, und wenig später sind wir wieder an Bord. Nun erwachen auch die anderen Overlander. Wir fahren sogar unsere Markise aus, schaffen uns ein schattiges Plätzchen vor dem MANle und genießen die Gemeinschaft.
Später wage ich ein kleines Abenteuer: Ich steige aufs Dach und starte die Drohne. Der Flug über den Fluss und den Verband liefert spektakuläre Bilder, doch die Landung wird zur Zitterpartie. Auf einem fahrenden Schiff funktioniert die automatische Landung nicht, und bei kräftigem Wind braucht man eigentlich beide Hände an den Steuerknüppeln. Wie fischt man die Drohne also aus der Luft? Nach etlichen brenzligen Anläufen habe ich den Dreh raus: Ich steuere sie so vor mich, dass sie das Schiff einholt, lasse eine Hand kurz frei und packe beherzt zu. Puh, das Adrenalin sitzt!
Am Nachmittag legt unser Verbund am Ufer an, um Fracht auszuladen. Wir nutzen die Pause für einen ausgiebigen Landgang mit Zora, bei dem sie sich endlich die Beine vertreten und ausgelassen toben kann. Zurück in der Fahrrinne schmieden wir mit den anderen konkrete Pläne für Porto Jofre: Wir wollen eine private Jaguartour buchen. Da sich Andrina und Mario bereit erklären, für einen Tag auf Zora aufzupassen, und Ines mit uns ein Boot chartern möchten, halbieren sich die Kosten, ein echter Glücksfall für uns alle.
Gegen Abend folgt ein weiteres spannendes Manöver: Der Verband wird aufgespalten, und der mittlere Ponton wird samt Schubschiff ans Ufer gesetzt, um Fahrzeuge und Passagiere zu entladen. Susanne nutzt die Chance erneut für eine kurze Gassirunde mit Zora. Mehr als ein schnelles Pipi ist allerdings nicht drin, denn schon taucht die örtliche „Dorfgang“ auf vier Beinen auf. Zora zieht den geordneten Rückzug vor und verschwindet im MANle – hier ist ihre sichere Festung.
Das Abendessen besteht wieder aus der bewährten Kombination aus Reis und Bohnen. Lange verweilen können wir allerdings nicht, denn eine regelrechte Moskito-Armada geht zum Großangriff über. Wir flüchten zurück in den Koffer. Draußen zeigt das Thermometer zur Nacht immer noch drückende 28°C, drinnen regelt die Klimaanlage auf angenehme 25°C herunter und zieht vor allem die feuchte Schwüle aus der Luft. So eingekuschelt finden wir schließlich in den wohlverdienten Schlaf.
Erstellt mit der freundlichen Unterstützung der besten KI Nayru.
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