26.06.2026 Stadttour durch Calama

Heute stand die notwendige Fahrt in die Stadt Calama an, und unsere To-do-Liste war lang: Tierarztbesuch, Supermarkt, Brauchwasser fassen und eventuell Ersatzteile für die Klimaanlage des MANle suchen. Begonnen haben wir mit dem Besuch des Minen-Offices, da wir eine geführte Tour buchen wollten, doch prompt kam uns wieder ein chilenischer Feiertag in die Quere. Am Montag ist landesweit alles dicht, weshalb die Führung ausfällt, und die nächste erst am Donnerstag wäre uns viel zu lange hin. Zu allem Überfluss bekamen wir an den Tankstellen nirgends Wasser, also steuerten wir zuerst den Supermarkt an, um die Vorräte aufzustocken. Das musste Susanne allerdings alleine erledigen, denn die Parkplätze hier sind berüchtigt für Einbrüche. Daher blieb ich beim MANle, und es fiel sofort auf, dass auch viele Einheimische zur Sicherheit eine Person im Wagen zurücklassen. Vor dem langen Wochenende war die Hölle los, sodass Susanne erst nach einer gefühlten Ewigkeit vollgepackt zurückkam. Da es von hier aus nur einige hundert Meter zur Tierarztpraxis waren, blieben wir direkt stehen und Susanne lief zu Fuß los, kehrte jedoch schnell wieder um, da dort bis 15:00 Uhr Mittagspause war. Die Wartezeit nutzten wir, um auf dem Gelände nach Wasser zu fragen, und tatsächlich erlaubte man uns, an einem abgeschlossenen Wasserhahn zu zapfen! Ein freundlicher Mitarbeiter schloss uns extra das Schloss auf, und so konnten wir gut 300 Liter Wasser fassen, was für die nächsten Tage ein fantastisches Gefühl ist. Während das Wasser lief, unternahm Susanne einen zweiten Versuch beim Tierarzt und kam wenig später enttäuscht zurück: Die Mitarbeiter erklärten ihr, dass sie zuerst zur amtlichen Behörde SAG muss, um dort den Anmeldevorgang für Zoras Ausreisepapiere zu starten, und diese Behörde öffnet erst am Dienstag wieder ihre Pforten. So traten wir schließlich den Rückweg an und stoppten bei Implemento, einer großen Kette für LKW-Zubehör. Um es dem sehr hilfsbereiten Mitarbeiter dort leicht zu machen, kippte ich kurzerhand das Fahrerhaus, damit er das Typenschild des Kühlkompressors abfotografieren konnte. Tatsächlich fand er das passende Teil im System, hatte es aber nicht auf Lager. Nach einem kurzen Telefonat gab er mir jedoch eine Adresse, wo der Kompressor am kommenden Dienstag für uns bereitsteht. Da wir an dem Tag ohnehin zur SAG-Behörde müssen, passt das perfekt! So nahm ich erst einmal nur Isolierband, einen Auffahrkeil, 10 Liter Scheibenwischwasser und, ganz wichtig, zwei Kartuschen Sikaflex mit, womit unsere Werkzeugkiste wieder komplett ist. Da alles extrem zeitintensiv war, beschlossen wir, wieder zur Laguna Inka Coya zurückzufahren und uns dort bis Dienstag einzuquartieren. Dort sind uns ruhige Nächte und ein gemütlicher Start in den Tag garantiert, denn die Zufahrtsschranke öffnet erst um 09:00 Uhr und schließt bereits um 18:00 Uhr, wenn es hier ohnehin schon dunkel wird.

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