Es ist 1°C draußen und wir stehen auf 4600m Höhe. Mal sehen, wie sich die Verbesserungen des Starrverhaltens nun bei dieser Umgebungsbedingungen auswirken. Bereist um 05:30 Uhr habe ich unsere Motorvorerwärmung eingeschaltet und auch die Starterbatterie ist nachgeladen. Der Startvorgang ist absolut unspektakulär. Wie gewöhnlich startet der Motor nach zwei Umdrehungen. Zwar grummelt er kurz, doch schnell fällt er in ein ruhiges Standgas. Die Standheizung hat unsere Fahrerkabine gut aufgeheizt und da auch Susanne soweit alles zusammengepackt hat können wir losfahren. Nur kurz steigt die gut ausgebaute Straße noch an, dann geht es nur noch bergab. Es ist Sonntag und so gibt es keinen Lieferverkehr zur Mine und die Straße gehört uns ganz alleine. Schnell erreichen wir die 3N und folgen dieser bis zur Lagune Contaycocha. Da bestes Wetter herrscht stellen wir das MANle ab und gehen den Fußweg um die Lagune. Es gib hier zwei Hängebrücken und zu diesen wollen wir laufen. Zora hat einen Riesenspaß und genießt das Rennen am Wasser sehr. Sie geht erst mal runter zum Wasser und folgt dem kleinen Bachlauf hoch zu einem Wasserfall. Doch als sie uns auf der Hängebrücke stehen sieht ist sie ruckzuck bei uns. Wir gehen auch noch über die Zweite und erst als uns ein Zaun ausbremst, drehen wir um. So kommen knapp zwei Kilometer zusammen, aber das reicht, um die Knochen etwas zu bewegen, bevor wir weiter fahren. Wir wollen heute zu der Ausgrabungsstätte Inka Huanuco Pampa. Wir folgen der 3n Bis La Union und zweigen dort auf die 109 ab. Die Ortsdurchfahrt vom kleinen Ort Gellaycancha ist wieder Millimeterarbeit da wie so oft wild geparkt wird. Doch letztlich kommen wir wohlbehalten auf dem großen Wiesengelände an, welches als Parkfläche ausgewiesen ist. Vorsorglich laufe ich auf die Wiese, doch dieses ist bombenfest. Wir hinterlassen nicht einmal Abdrücke von den Reifen. Da wir noch gut 4 Stunden Tageslicht haben laufen wir nach einem Kaffee direkt zur Ausgrabungsstätte und besichtigen diese. Zora darf mit und da dies eine der ganz großen Inka Stätten war, sind wir am Ende mich ganz 5 Kilometer unterwegs. Kurz vor Schuss holt uns noch der Regen ein, doch wir finden rechtzeitig eine Überdachung, wo wir unterstehen können. Doch so schnell wie es begonnen hat hört es auch wieder auf. Als wir zurück kommen, hat sich Zora bereits mit eine Mittelschnauzer angefreundet der hier zum kleinen Kiosk gehört. Die Besitzerin hat in einem dieser traditionellen Steinöfen Schweinefleisch und Kartoffeln gegart und wir können ein große Portion davon haben. Zora freut sich am meisten darüber, denn es schmeckt sehr gut und Knochen sind auch dabei. Es ist zwar Sonntag, dennoch sind wenige Besucher da. Lange bevor er Dunkel wird, sind wir alleine. Es beginnt zu regnen und so machen wir alles Dicht und gehen zum gemütlichen Teil über.und gehen zum gemütlichen Teil über.



