Wir wollen heute 300 Kilometer raus an den Pazifik fahren. Eigentlich kein Problem, aber in Ecuador schon. Die E 30 erweist sich als sehr stark befahren und ist die viel genutzte Straße nach der Metropole Guayaquil. Erst ab der Stadt Quevedo ändert sich das, denn fast alle LKW´s fahren nun auf der E25 weiter. Wir bleiben auf der E30 bis zur Abzweigung auf die Carretera 482. Im Jipijapa geht es dann auf der Carretera 483 raus an den Pazifik. Hier treffen wir auf die gut ausgebaute Küstenstraße E15 die uns nun nach Puerto López bringt. Wir sind spät dran und der Campground ist verweist. Allerdings finden wir eine Telefonnummer und können so einen WhatsApp Chat starten. Wir bekommen den Cod für die Zahlenschlösser und können so in den Campground fahren. Die Anmeldung machen wir erst morgen, wenn das Büro geöffnet ist. Wir machen uns schnell auf den Weg zum Strand, denn die Sonne will gerade unter gehen. Sonnenuntergang hatten wir schon lange nicht mehr. Zora ist sehr glücklich am Strand, auch wenn sie die Wärme eigentlich nicht mag. Sie Stadt lebt von Tourismus und wir wollen gar nicht wissen was hier in der Hauptsaison los ist. Doch im Moment ist alles sehr beschaulich und nur wenige Touristen schlendern über die sehr lange Uferpromenade. Alle Restaurants und Bars haben aber geöffnet und so entschließen wir uns mal wieder eine Pizza zu essen. Es gibt hier einen Italiener mit gutem Ruf. Tatsächlich ist die Pizza sehr gut und auch der Salat verdient seinen Namen. Das frisch gezapftem Lagerbier rundet sie Sache ab und so können wir frisch gestärkt unseren restlichen Abend beginnen. Wir treffen Rafael, einen Schweizer, der in der Reisebrache arbeitet und hier die lokalen Tauchshops für seine Firma erkundet. Er hat auch gleich die passenden Tipps für uns, da er schon ein paar Tage hier ist. Das spart uns sicher eine Menge Lauferei und Enttäuschungen. Da er morgen zurück nach Guayaquil muss, trenne wir uns und wir gehen noch etwas durch die Stadt. Es bleibt mit 24°C auch in der Nacht sehr warm und Wind gibt es nur mit den Ventilatoren. Die Nacht ist sehr ruhig und nur das leise Summen der Ventilatoren ist zu hören. Ausnahmsweise gibt es kein Hundegebell. So kann auch Zora Ruhe finden und schläft vor der offenen Eingangstür. Hier bekommt sie am meisten kühle Luft.

