23.06.2026 Laguna el Léon Übernachtung.

Überraschend ist es heute Früh mit -2 °C gar nicht mal so kalt. Doch der Wind macht es dennoch fast unerträglich, draußen zu stehen. Der Sonnenaufgang hier oben in den Bergen ist wunderschön, und ich versuche, das mit der Kamera festzuhalten. Zora stört sich weder an der Kälte noch am Wind. Sie geht auf Knochensuche und lässt sich von nichts abhalten. Nachdem wir alles zusammengepackt haben, starte ich das MANle. Dank guter Vorheizung läuft es ohne Murren mit den ersten Umdrehungen an, und so können wir uns auf den Weg machen. Wir wollen heute weiter auf der Ruta Andina fahren. Unser Ziel ist die Laguna El Léon. Dort bei den Aguas Calientes gibt es einen Picknickplatz, der uns zum Übernachten gut passt. Er liegt mit 3690 m nicht ganz so hoch und ist weit weg von der Ruta 21, die zur Grenze nach Bolivien stark befahren ist. Doch zunächst geht es auf der Ruta Andina weiter nach Süden. Bis zum Grenzort Ollagüe sind es 138 Kilometer, und nur ein kleiner Teil davon ist asphaltiert. Überwiegend ist die Piste gut zu befahren, aber es gibt auch kilometerlange Waschbrettpassagen, die uns gewaltig durchschütteln. Als wir den Verwaltungsbezirk Antofagasta erreichen, wird die Piste deutlich besser und nur entlang der Minen ist sie etwas ausgefahren. Aber nichts, was uns vor große Herausforderungen stellt. Schon lange bevor wir Ollagüe erreichen, sehen wir die langen Lkw-Schlangen zu beiden Seiten der Grenze zu Bolivien. Mehr als 50 Lkw warten auf beiden Seiten auf ihre Abfertigung. Wir müssen uns glücklicherweise nicht einreihen und können durch den Ort direkt auf die Ruta 21 einbiegen. Dieser folgen wir aber nur kurz bis zur Abzweigung zur Lagune. Gute 10 Kilometer folgen wir der Variante Carcote, einer gut präparierten Piste, die um die sehr große Lagune herumführt. Über einen kleinen, schmalen, aber festen Weg erreichen wir dann den Picknickplatz Aguas Calientes. Dort am Parkplatz können wir sogar das MANle wenden, um gleich wieder in Fahrtrichtung zu stehen. Das Wasser am Quelltopf hat knapp 30 °C und ist für die Tiere hier ein Segen. Glasklares Süßwasser quillt hier heraus und fließt in die Lagune. Unterwegs kühlt das Wasser ab und ist das ganze Jahr über eine verlässliche Trinkwasserquelle. Wir gehen auf Tour, um die Lagune und die umliegenden Vulkane etwas besser sehen zu können. Noch immer steigt aus einigen Rauch auf, hier ist die Erde noch nicht zur Ruhe gekommen. Auch hier wird es schnell kalt, und so verlagern wir schnell alles ins warme MANle. Der Sonnenuntergang ist auch hier fantastisch, und sobald die Sonne weg ist, sinken die Temperaturen schnell weit unter den Gefrierpunkt. Doch im MANle ist es mollig warm. Wieder wird es eine extrem ruhige Nacht.

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