| 179924 Kilometer ges. | 19°47`11.12“Süd | 55°36`20.00“West |
| 100l Brauchwasser | 20l Trinkwasser | 200l Diesel |
| 0l Gas / Benzin | 131m Höhe | 1004mbar |
Ganz früh am Morgen machen wir uns noch einmal auf den Weg, um nach den Ameisenbären zu schauen. Doch es will sich keiner blicken lassen, und so beschäftigen wir uns eine Weile mit den Pferden, die unsere Streicheleinheiten sichtlich genießen. Zurück am Platz machen wir das MANle reisetauglich und füllen unsere Brauchwasservorräte auf. Anschließend geht es los zur Ameisenbär-Route MS-419. Über gut ausgebaute Straßen erreichen wir Anastácio, wo wir in einem großen Supermarkt Trinkwasser und Lebensmittel bunkern. Weiter geht die Fahrt auf der Ruta 419: Die ersten 50 Kilometer sind noch hervorragend ausgebaut, danach verwandelt sich die Trasse in eine gut fahrbare Erdpiste. Die vielen kleinen Holzbrücken sind zwar offiziell bis 15 Tonnen freigegeben, doch wir nutzen lieber die seitlich angelegten Furten. Im Moment sind sie staubtrocken und problemlos zu meistern.
Kaum haben wir den Staub unter den Rädern, stellen sich auch schon die ersten Hauptdarsteller ein. Neben den erhofften Ameisenbären bekommen wir Sumpfhirsche, Pampashirsche, Capybaras, Krabbenbussarde und die imposanten Jabiru-Störche vor die Linse. Wir drosseln das Tempo deutlich, um bloß nichts zu übersehen.
Lagerplatz im Busch und ein lauer Pantanal-Abend
Nach der langen Fahrt wird es Zeit für ein Nachtlager abseits der Piste. Wir verlassen die 419 und biegen auf einen schmalen Pfad ab, markiert mit einem Schild: „Rancho Iglesias 8 km“. Der Weg lässt sich gut befahren, und nach rund vier Kilometern finden wir eine kleine Ausbuchtung im Dickicht perfekt, um das MANle sicher abzustellen und am nächsten Tag ohne Rangierstress wenden zu können.
Wir ebnen den Platz neben dem Fahrzeug ein wenig ein und rollen unseren Teppich aus – fertig ist die gemütliche Open-Air-Lounge mitten im Grünen. Zora ist sofort in ihrem Element und stromert trotz der drückenden 33 °C unermüdlich umher. Da im Aufbau die Klimaanlage läuft, werfen wir draußen den kleinen Gasgrill an. Das Hühnchengeschnetzelte brutzelt schnell durch, dazu gibt es frischen Salat und Brot. Bei der Hitze hält sich der große Hunger ohnehin in Grenzen, außer bei Zora, die vom gebratenen Geflügel kaum genug bekommen kann.
Mit ein paar Räucherstäbchen halten wir uns die Plagegeister erfolgreich vom Leib und genießen die Abendstimmung. Vor dem Schlafengehen wandert alles wieder trocken ins MANle. Drinnen hält die Klima die Temperatur bei angenehmen 23 °C. Wir stellen noch den Timer, damit sie zwei Stunden nach dem Einschlafen abschaltet, und machen Feierabend. Auch Zora weiß die Kühle zu schätzen und schläft selig unter dem Tisch ein.
Mit an Bord und im Blog-Team: KI Nayru
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