| 176768 Kilometer ges. | 31°11`17.87“Süd | 60°07`50.29“West |
| 0l Brauchwasser | 0l Trinkwasser | 0l Diesel |
| 0l Benzin | 89m Höhe | 1031mbar |
Da wir heute hier noch einen weiteren Tag verbringen, starten wir einen großen Putz- und Fegetag. Da wir ausreichend Energie und Wasser haben, können wir auch unsere gesamte Wäsche waschen. Schnell ist die Wäscheleine zwischen den Bäumen gespannt und für die Kleidung bereit. Zora legt sich derweil mit zwei Karakaras an, die aber so gar nicht von ihrem Gebell beeindruckt sind und mutig auf sie zulaufen. Das versetzt sie doch in großes Staunen und sie weicht ein wenig zurück. Die Vögel sind zum Glück nicht auf Krawall aus und fliegen kurz darauf davon. Ich widme mich derweil unserem Fahrerhaus, das dringend entstaubt werden muss. Da kann man ja fast schon Sandburgen bauen. Ich räume alles komplett aus, denn selbst auf unseren Rucksäcken hat sich eine ordentliche Staubschicht abgelagert. Mit feinem Pinsel und Staubsauger rücke ich allem zu Leibe, anschließend wird alles feucht abgewischt. Der letzte Arbeitsgang ist dann ein feiner UV-Schutz für den Kunststoff. Beim Zurückräumen aller Ausrüstungsgegenstände reinige ich auch diese sehr sorgfältig und verstaue alles wieder so, dass beim Fahren garantiert nichts klappert. Auch unser Radio zerlege ich, da sich hinter der Displayabdeckung eine feine Staubschicht eingeschlichen hat, die das Ablesen besonders bei Sonneneinstrahlung erschwert. Nach der Reinigung erstrahlt es nun wieder hell und deutlich. Susanne macht derweil im Wohnraum des MANle sauber. Als ich den Staubsauger leere, überzieht doch eine leichte Röte mein Gesicht bei so viel Staub, Sand und Hundehaaren. Wir haben für heute Nachmittag eine Bootstour mit einem Fischer gebucht und müssen uns daher etwas sputen. Zora lassen wir im Fahrzeug, da der Wind für einige Bewegung auf dem Wasser sorgt und wir wissen, dass sie das überhaupt nicht mag. Was sich zuerst recht ruhig anlässt, entwickelt sich zu einer echten Supertour. Als Erstes kommen uns Riesenotter vor die Linse. Es ist zwar etwas knifflig, sie zu fotografieren, aber mit Geduld und etwas Glück gelingt es uns schließlich. Nach kurzer Zeit können wir am Ufer entspannte Wasserschweine beobachten. Diego, unser aufmerksamer Bootsführer, macht den Motor sofort aus und lässt das Boot leise treiben, um die Tiere nicht zu erschrecken. Es dauert nicht lange und wir entdecken am Ufer eine gelbe Anakonda-Dame, die sich in der Sonne wärmt. Sie ist über drei Meter lang und ein wahres Prachtexemplar, bei dem selbst Diego ins Schwärmen gerät. Doch sie wird von der zweiten Anakonda, die wir kurz darauf finden, sogar noch übertroffen. Dieses Exemplar ist deutlich kräftiger gebaut und knackt, obwohl zusammengerollt, locker die Vier-Meter-Marke. Dieser Ausflug hat sich mehr als gelohnt, denn mit solchen Sichtungen haben wir überhaupt nicht gerechnet. Mit den spannenden Erklärungen unserer Nayru, der digitalen Begleiterin an Bord, können wir uns ein richtig gutes Bild von der Natur hier machen, da sie über dieses faszinierende Feuchtgebiet jede Menge zu berichten weiß. Nach unserer Rückkehr verabschieden wir uns herzlich von Diego, dem dieser Ausflug sichtlich Spaß gemacht hat. Zurück am MANle lassen wir Zora heraus, die sich wie Bolle freut, dass wir wieder da sind. Da wir vor der Tour schon gut gegessen haben, gibt es zum Abendessen nur einen schnellen Bohnensalat mit Spiegeleiern. Recht müde machen wir es uns im MANle gemütlich und sortieren voller Begeisterung unsere Bilder.





















