21.06.2026 Rückfahrt in die Berg auf der A65

Nachdem ich heute früh noch einmal gute zwei Liter Kühlflüssigkeit nachgefüllt habe, sind nun 20 Liter von ca. 26 Litern drin. Ich schraube erst gar nicht unser Schutzgitter an, da ich ja weiß, dass wir keine 10 Kilometer kommen, bis wir nachfüllen müssen. Und genau so ist es, als das Thermostat aufmacht, kann ich noch einmal gute drei Liter auffüllen. Wir wollen heute wieder hoch ins Altiplano, um die Abgeschiedenheit dieser tollen Landschaft zu genießen. Da wir aber nicht von 0 auf 4000 m gehen wollen, ist unser Ziel einfach so, um die 3000 m irgendwo von der Straße zu rollen und dort die Nacht zu verbringen. Wir folgen nun der A65 hoch Richtung Salar de Huasco. Zu Beginn steigt die A65 nicht an und alles läuft rund, die Kühlung funktioniert gut. Doch als die A65 nun immer steiler ansteigt, muss sich das MANle mächtig strecken und schnell steigt die Kühlwassertemperatur an. Daher stoppe ich und öffne den Deckel des Vorratsbehälters gerade so weit, dass ich ein leises Zischen höre. Es blubbert gewaltig im System und nachdem ich den Deckel ganz geöffnet habe, kann ich weitere 2 Liter einfüllen. Sofort ist die Kühlwassertemperatur wieder im grünen Bereich und wir können weiterfahren. Nun funktioniert die Lüftersteuerung wieder und auch bei der dünner werdenden Luft bleibt die Kühlwassertemperatur zwar etwas erhöht, aber der Lüfter läuft nun zuverlässig an und hält die Kühlwassertemperatur da, wo sie hingehört. Wir finden eine geeignete Stelle in der passenden Höhe, um die Nacht zu verbringen. Es ist erst früher Nachmittag und so machen wir uns in der kargen Landschaft auf für eine kleine Wanderung. Hier gibt es überall Spuren von Lamas, Alpakas oder Vicuñas. Aber auch Spuren eines Fuchses finden wir. Es gibt auch kleine grüne Pflanzen mit gelben und violetten Blüten. Alle Spuren führen zu einem Canyon und als wir ihn erreichen, wird schnell klar warum. Der Boden ist feucht, es gibt dort viel Gras und auch einige Pfützen sehen wir. Hier finden die Tiere Wasser. Der Weg zurück geht bergan und ist durch den tiefen Sand ganz schön anstrengend. Langsam legt sich der Wind und als die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird es schnell kalt. Nicht so kalt wie wir es erwartet haben, denn noch bleibt es auch über Nacht frostfrei. Ich öffne noch einmal den Deckel des Kühlmittelvorratsbehälters und lasse diesen über Nacht weg, damit weiter Luft aus dem System entweichen kann. Da es Sonntag ist, fahren hier nahezu keine Fahrzeuge und so ist die Nacht sehr ruhig.

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