21.05.2026 Anfahrt nach Arequipa

Heute nun geht es endlich weiter Richtung Arequipa. Willig startet das MANle nach der Zwangspause und ich fülle unseren Reifen mit der defekten Felge nach und schon sind wir startklar. Wir folgen der Piste zurück zum Panamericana und können nun wieder zügig fahren. Immer zwischen 80 und 90km/h rollt das MANle über die Straße. Wieder ändert sich die Landschaft und wir zweigen nun von der Küstenstraße ab ins Landesinnere Richtung Arequipa. Die Straße geht nun stetig bergauf und an den steileren Rampen müssen wir viele LKW´s überholen. Leider fahren dieses oft im Gänsemarsch hintereinander mit 3m Abstand, so dass man nicht einscheren kann und man mehrere LKW´s auf einmal überholen muss. Nun ich bin da recht kompromisslos und drücke mich gnadenlos rein. Überraschenderweise regt sich darüber keiner auf. So erreichen wir die Stadt recht schnell und auch die Fahrt durch die Stadt ist mal wieder nervig. Eigentlich ganz gut zu befahren, wären da nicht die peruanischen Vollchaoten in ihren Fahrzeugen. Soviel Hirnlosigkeit auf einem Haufen ist selbst für peruanische Verhältnisse einzigartig sind. Das Highlight ist ein Taxifahrer, der direkt vo unser MANle fährt uns sich tierisch aufregt, dass er nicht weiterfahren kann. Er fährt sogar noch bis auf 10cm auf uns drauf und glaubt allen Ernstes ich würde ihm nun rückwärts aus dem Weg fahren. Ich verkürze mal den Abstand auf 5cm und mache ihm klar, dass ich viel Zeit habe. Er blockiert die anderen Verkehrsteilnehmer die aber auch nicht besser sind und auch ihn gnadenlos zufahren. Nun geht das große Gehupe los und ich machen mal mit meinem Drucklufthorn mit. So geht das eine Weile bis es einigen zu blöd wird und sie nun doch rückwärtsfahren. Auch unser Taxifahrer muss einsehen, dass er zurück muss, wenn er heute noch weiterfahren will. So kann ich nun endlich abbiegen und weiterfahren. Einbahnstraßen gelten sowieso für Taxifahrer nicht und so kommen sie mir entgegen, können aber nicht passieren, weil das MANle zu breit ist. Ich lasse sie gestikulieren, wie sie wollen und weiche kein Stück zurück. Sie drücken sich in irgendwelche Hofeinfahrten und so kann ich weiter fahren. Sie fahren gleich nach mir wieder raus nur um dann festzustellen, dass sie an dem Bus, der mir folgt, auch nicht vorbeikommen. Wie blöd muss man eigentlich sein und das nicht zu sehen. Wir erreichen unseren Campingplatz und müssen, um da rein zu fahren die Straße blockieren. Nun wir sind in Peru, da ist das wohl normal. Es dauert lange bis sich das Tor öffnet und ich einfahren kann. Es ist etwas eng doch immer noch gut machbar und so können wir das MANle ganz am Ende des langen Schlauchs gut abstellen. Wir füllen gleich unsere Wasservorräte auf und beginnen zu Waschen. Als die zweite Maschinenfüllung läuft, gehen wir in die Stadt zum Geld holen und Abendessen. Es sind nur wenige Hundert Meter von hier bis zum zentralen Platz. Zora geht mit und darf ausnahmsweise, weil sie so lieb ist mit in die Pizzeria. Susanne bevorzugt Pasta und ich eine Pizza mit Hähnchenstücken. So kommt Zora auch auf ihre kosten. Mir steckt der Fahrtag in den Knochen und daher gehen wir anschließend zurück. Wir können morgen noch mehr als mir lieb ist die Stadt erkunden. Der Platz ist direkt an einem sehr großen Verkehrsknotenpunkt und daher sehr laut. Doch mit Ohrenstöpseln kehrt schnell die notwendige Ruhe ein und wir schlafen überraschend gut.

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