Es ist heute früh sehr ungemütlich und so rüsten wir uns früh für die Weiterfahrt. Es hat nur 9°C draußen und daher lade ich die Starterbatterien über den Laderegler auf. Das dient in erster Linie nur um die Batterien etwas aufzuwärmen. So haben wir deutlich mehr Batteriepower. Zwar braucht das MANle zwei Umdrehungen mehr, bis es anspringt, läuft dann aber ruhig im Standgas. Etwas weißer Rauch kommt aus dem Auspuff, doch das ist bei 3300m Höhe normal. Es sind nur 73 Kilometer bis zu unserem Ziel in Quito und so fahren wir die kleine Panoramastraße bis wir wieder auf die E20 treffen. Wieder muss sich das MANle über eine Lange Rampe auf 3998m Höhe schrauben um anschließend über eine fast 20 Kilometer lange Abfahrt immer auf der Motorbremse wieder nach unten zu fahren. Wir tanken an einer Utah Tankstelle noch einmal 150l Diesel nach und nehmen auch noch zusätzlich 5 Dosen Diesel-Adjektiv mit. Das ist ein Deutsches Produkt und hat im Internet sehr gute Bewertungen. Es stammt ursprünglich von Liqui Molly. Wir erhoffen uns damit die Kaltstarteigenschaften unseres MANle zu verbessern. Bereits um die Mittagszeit erreichen wir den Stellplatz CoDa Vista und treffen auf viele alte Bekannte. Auch Victoria ist mit Ihrem Schulbus hier. Dieser scheint nun wieder sehr gut zu laufen und sie ist sichtlich glücklich darüber. Auch Silvia und Peer sind noch hier und warten auf Ihre Ersatzteile. Silvia und Berd sind mit Ihrem Fiat Ducato auch hier gestrandet. Ihre Kupplung bereitet Probleme. Diese müssen sie aus Deutschland importieren lassen. Silvia begrüßt uns mit einer leckeren Laugenbrezel, die hier in der Nähe von einem Schweizer Bäcker hergestellt wird. Sofort bestellen wir bei Andy auf morgen auch frische Brezeln. Herr Motz hat mir die Lage unserer Fremdheizung für den Motor übersendet. Glücklicherweise sind die Anschlüsse einfache Flachstecker und so kann ich die Heizung sehr gut anschließen. Diese benötigt 230V, was wir ja über den Konverter immer zur Verfügung haben. Ich mache daraus einen Festanschluss, welchen ich über einen Schalter in der Wohnkabine schalten kann. So kann ich früh morgens diese Motorerwärmung einschalten und den Motor vor dem Starten etwas aufheizen. Da wir unsere gesamte Ausrüstung nass zusammenpacken mussten nutzen wir nun die Sonnenstunden um alles wieder zu trocken. Die Luft ist klar und wir haben einen tollen Blick über die Stadt Quito und die angrenzenden Vulkane. Sowohl der Cotopaxi als auch der Antisana sind sehr gut zu sehen. Auch hier wird es abends sehr schnell kalt und die Temperaturen werden einstellig. Dennoch kochen wir draußen, um den Fettgeruch nicht im MANle zu haben. Mit unserem Bratenduft locken wir alle Hunde von Andy an und schnell bin ich umzingelt. Zora gibt erstaunlicherweise Ruhe und macht keinen Terror. Sie hat heute Geburtstag und wird sechs Jahre alt. Dafür gibt es einen großen Knochen mit viel Fleischbeilage. Die Hunde von Andy halten freiwillig Abstand und so kann Zora Ihren Knochen genießen. Als sich alle in Ihre Mobile verkriechen, gehen auch wir rein. Trotz kurzer Fahrt war es ein langer Tag. Zora ist mit Andys Hunden viel gerannt und ist auch müde. Auch Ihr merkt man die Höhe an.










