| 176546 Kilometer ges. | 30°55`57.88“Süd | 62°02`10.23“West |
| 200l Brauchwasser | 20l Trinkwasser | 0l Diesel |
| 0l Benzin | 135m Höhe | 1014mbar |
Auch heute früh startet der Tag erst mal sehr verhalten und alles ist grau in grau. Die Enten haben sich zum Schutz vor den Wildkatzen auf die Reetdächer gesetzt, ein sehr sicherer Platz, denn da kommen die Katzen nicht hinauf. Nachdem ich mit Zora von der Platzrunde zurück bin, baue ich unsere Stromversorgung ab und räume das MANle so weit auf, dass ich zum Wasserhahn fahren kann. Ich brauche dennoch alle meine Schläuche, denn es ist immer noch recht weit. Wie zu erwarten war, ist der Wasserdruck sehr gering, doch wir haben ja Zeit. Nachdem alle Tanks voll sind, fahren wir los Richtung Cayastá am Río Paraná, der hier eine riesige Seenlandschaft geschaffen hat. Doch bis dahin schaffen wir es heute nicht und so lassen wir das MANle mit 70 km/h auf der bolzengeraden Ruta 17 laufen. Da wir auch keine Höhenmeter machen, bleiben wir immer unter 25 l/100 km Verbrauch, für unsere fast 14 Tonnen und die grobstolligen Reifen ein guter Wert. An einem Delfin-Supermarkt können wir recht gut parken und füllen unsere Trinkwasser- und Lebensmittelvorräte auf. Da dieser eine sehr gute Frischtheke für Fleisch, Wurst und Käse hat, decken wir uns auch damit gut ein, und auch Trinkwasser können wir hier in den größeren 10-Liter-Flaschen erwerben. Es beginnt auf der Strecke stark zu regnen und schnell stehen große Pfützen auf der Straße. Zwar ist auf der Ruta 17 oft über viele Kilometer nicht ein Fahrzeug zu sehen, dennoch ermüdet das Fahren sehr. So beschließen wir, nach Brinkmann abzubiegen und dort im Camping Municipal Ramón Mestre die Nacht zu verbringen. Wir hinterlassen auf der sehr aufgeweichten Zufahrtsstraße wieder mal deutliche Spuren und auch den Grünschnitt übernimmt das MANle wieder. Der Platz ist sehr groß und mit schönen Picknickplätzen ausgestattet. Doch es ist Mittwoch, es regnet stark und der Boden ist auf der Zufahrt sehr aufgeweicht, kein Wunder, dass wir hier alleine sind. Zora übernimmt sofort die Rolle des Platzwarts und inspiziert alles genau. Ihr macht der Regen nichts aus, aber wir warten, bis sich eine Regenlücke auftut, und schauen uns hier gründlich um. Es gibt gute Infotafeln, sogar ins Englische übersetzt, und so erfahren wir, dass dieses Schutzgebiet einer der letzten großen Rückzugsorte des Mähnenwolfs ist. Doch schnell kehrt der Regen zurück und wir suchen Schutz im MANle. Es gibt hier wieder hunderte Mönchssittiche und auch der argentinische Nationalvogel, der Hornero, ist hier zu Hause. Er verdankt seinen Namen dem Nest, das er baut, denn es ähnelt den traditionellen Öfen, die hier überall vor den Häusern stehen. Wir haben zum Abendessen noch reichlich Gulasch, und heute gibt es Reis und frischen grünen Salat dazu. Alles bereiten wir drinnen zu, und dank Induktionskochfeld und Gasplatte ist beides parallel schnell fertiggestellt. Auch als wir ins Bett gehen, werden wir vom Trommeln der Regentropfen auf dem Dach begleitet, und es hört auch nicht auf, bis wir einschlafen.











