19.07.2026 Anfahrt nach Santa Rosa de Tastil.

Nachdem wir unsere Stromversorgung eingepackt haben, verabschieden wir uns herzlich von Bettina und Michael und fahren nun endlich weiter. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass alles am MANle funktioniert, und wir hoffen, dass das für lange Zeit so bleibt. Wir biegen auf die Ruta 24 ein, die uns direkt auf die Ruta 51 bringt. Dieser wollen wir nun bis San Antonio de los Cobres folgen. Die Ruta 51 bringt uns bereits nach wenigen Kilometern direkt in die Puna, die sich deutlich von der Atacama oder dem Altiplano unterscheidet. Im Moment macht der starke Wind den größten Unterschied: Mit Böen von bis zu 100 km/h und darüber könnte man meinen, mit dem Fuß vom Gas gerutscht zu sein. Unsere Schrankwand-Aerodynamik hilft da nicht wirklich. Obwohl es nur mäßig bergauf geht, bin ich oft mit dem Gaspedal am Bodenblech. Doch die Landschaft um uns herum ist einfach wunderschön, vor allem die großen Kakteen haben es uns angetan. Die Ruta 51 teilt sich dieses Tal mit der weltberühmten Bahnstrecke Ramal C-14, einer der großen Ingenieurskünste der Argentinier. Die Strecke überwindet enorme Höhenunterschiede. Die teils steilen Rampen konnten nur mit Schleifen und langen Umwegen bewältigt werden. Da Susanne nicht die gesamte Höhe auf einmal machen möchte, übernachten wir in Santa Rosa de Tastil. Um ein wenig vor dem Wind geschützt zu sein, stellen wir uns direkt neben die Kirche in den Windschatten. Als wir ankommen, ist das Dorf wie ausgestorben, klar, es läuft das WM-Endspiel Argentinien gegen Spanien. Sobald man aus dem Windschatten der Kirche tritt, bläst es einem fast von den Socken. Zora ist das mal wieder völlig gleichgültig, es gibt hier genügend Hundekumpels zum Spielen. Direkt hinter uns geht es den Berg hoch mit vielen Felsen, die man erklimmen kann, da ist sie sowieso nicht mehr zu halten. Wir stehen etwas hinten hoch, und so lasse ich das MANle mit der Luftfederung aufs Chassis ab, damit es bei Weitem nicht mehr so schwankt. Nur das laute Windgeräusch in den Bäumen lässt noch erahnen, wie gewaltig es draußen stürmt. Doch im MANle ist davon nichts zu spüren. Die Heizung hält uns schön warm und die Fenster sind absolut dicht. Dank unserer geänderten Zuluftführung für die Kabinenluft müssen wir uns um frische, gefilterte Luft keine Sorgen machen und die Geräusche bleiben weitestgehend draußen.

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