Wir wollen heute raus zum Reserva Nacional Illescas. Das ist noh einmal eine ordentliche Pistenfahrt die uns und unseren LKW´s einiges abverlangt. Die Fahrt durch den Canyon, der den Start zur Abfahrt markiert ist, sehr eng und alle Kurven schaffe ich ohne rangieren. Auch die teilweise steilen bergauf und bergab Passagen erfordern viel Aufmerksamkeit. Sehr langsam und vorsichtig geht es an den teilweise steilen Abbruchkanten entlang. Nach 11 Kilometern kommt das Rancherhaus mit der großen Schranke in Sicht. Nun gilt es sich zu registrieren und vor allem Zora einzuschmuggeln, da Hunde hier nicht erlaubt sind. Alles geht gut und die Fahrt runter zum nochmal 14 Kilometer entfernten Punta Luna Beach ist eine Fortsetzung der bisherigen Piste. Teilweise durch Flussläufe windet sich diese Piste ihren Weg. Sehr steile auffahren sind zu bewältigen und auch die Abfahrten runter in die ausgetrockneten Flusstäler haben es in sich. Das ist Offroad fahren in seiner besten Form, auch wenn des MANle hier ganz schön zu buckeln hat. Nach vielen Stunden Fahrt erreichen wir Punta Luna Beach und stellen uns in gewohnter Formation auf. Der Wind wehr tagsüber mächtig vom Pazifik. Abends dreht er und kommt vom Landesinneren. Da uns das MANle von Pazifikwind gut schützt können wir die Markise ausfahren. Doch abends müssen wir sie einfahren, den dann steht sie voll im Wind. Unser Geräusch vom Fahrwerk ist nun auch offensichtlich, es ist die Stabilisator, der die Gummimanschette zerstört hat und da schlägt nun Metall auf Metall. Dank passender Bitumenstreifen, die ich an Bord habe, kann ich da was Passendes zurechtschneiden und beim Montieren fällt mir auf, dass der Halter der Stange, die den Stabilisator nach oben abstützt, nicht exakt gerade angeschweißt ist. Auf der anderen Seite ist es genau so, also ist das wohl so gewollt. Leider haben wir darauf beim letzten zusammenschrauben auf der Baha California nicht geachtet und diesen falsch herum montiert. Das ist nun schnell behoben und nun sitzt der Halter wieder richtig herum und hat genügend Spiel, um nicht mehr anzuschlagen. Unsere Nabenabdichtung hat auch kein Öl mehr verloren. Vorsorglich habe ich aber nachgeschaut, ob noch genügen Öl im Getriebe ist. Da ist alles gut und so hacken wir das mal als einmal Vorgang ab. Wir machen uns am späten Nachmittag auf um die vorgelagerten Sanddünen zu erkunden. Hier liegen unzählige Knochen von Meeresbewohnern rum. Auch große Schädel der Mähnenrobbenbullen mit Ihrem eindrucksvollem Gebiss. Doch die lange und teilweise schwierige Anfahrt hat ihren Tribut gefordert und so fallen wir früh müde ins Bett.
