18.03.2026 Laguna San Pedro

Nun geht es über sandige, oft sehr holprige Pistenstraße weiter der Pazifikküste entlang. Daher sind unsere Etappenziele nur maximal 100 Kilometer voneinander entfernt. Auch unser heutiges Ziel, die Laguna San Pedro ist nur 81 Kilometer zu fahren. Wir stoppen unterwegs bei den Flamingos und ich fliege mit der Drohne rüber, um sie besser beobachten zu können. Teilweise sind wir nur noch mit 10km/h unterwegs, um unsere Fahrwerke zu schonen. Die Luft ist auf 3,5 bar abgesenkt und so lässt es sich einigermaßen über die üblen Waschbrettpisten fahren. Immer wieder hören wir ein klares Klong aus den tiefen unseres Fahrwerks. Das wird nun immer häufiger und verheißt nichts Gutes. Leider ist die Lagune von der anderen Seite über eine 7 Kilometer lange Piste gut anzufahren und so nutzen viele Einwohner der Stadt Sechura diese als Partymeile. Entsprechend vermüllt ist hier alles. Eine tolle Natur die an der Dummheit und Faulheit der Besucher hier erstickt. Auch wir beobachten eine Familie, die mit zwei Sixpacks bewaffnet zum Ufer läuft. Als sie gehen, liegen die aufgerissenen Plastikbeutel und 12 leere Bierdosen direkt da, wo sie gesessen haben. So sieht es hier überall an der Lagune aus. Es ist zum Heulen wir blöd die Einwohner hier sind. Wenig später gesellt sich noch ein Sechura Fuchs auf. Er hat sich leider schon voll auf Müllsuche spezialisiert und durchsucht den Abfall. Wir haben hier auf Flamingos erwartet, doch die rosa Flecken am Ufer sind Rosalöffler. Sie leben hier in großer Zahl und bilden große Gruppen. Hier gibt es so viele Moskitos, dass man es draußen nicht aushalten kann. Daher gehen wir alle früh rein, um der Invasion zu entfliehen. Nur Zora ist davon unbeeindruckt und stöbert lange draußen rum. Ziemlich eingesaut kommt sie zurück und muss sich eine ordentliche Standpauke anhören. Doch trotz großer Ohren hört sie das nicht und legt sich zum Schlafen unter den Tisch.

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