17.08.2026 Camping Municipal Bahía de Ansenuza

 

176457 Kilometer 30°56`06.55“Süd 62°53`27.45“West
0l Brauchwasser 0l Trinkwasser 0l Diesel
0l Benzin 99m Höhe 1017mbar

Der Tag startet mit leichtem Nieselregen und einer Sicht von kaum fünfzig Metern, doch Susanne steht heute etwas früher auf, um sich für die Führung im Hotel um zehn Uhr vorzubereiten. Während sie unterwegs ist, bleibe ich bei Zora und wir erkunden kurz die Umgebung, allerdings vergeht der Kleinen bei diesem Schmuddelwetter schnell die Lust, sodass wir rasch umkehren, sie trockengerubbelt ins Bett verschwindet und das warme MANle genießt. Ich nutze die Zeit, packe zusammen und mache unseren Truck reisefertig, damit wir nach Susannes Rückkehr direkt los können, denn nach zwei sonnenlosen Tagen sind unsere Batterien auf ein Viertel ihrer Kapazität gesunken und für das geplante Brotbacken peilen wir den 34 Kilometer entfernten Camping Municipal Bahía de Ansenuza an. Unterwegs stoßen wir auf eine hervorragende Bäckerei mit erstklassigem Gebäck sowie Broten und Baguettes, die ihren Namen wirklich verdienen, und decken uns reichlich ein. Am herrlich weitläufigen Campground angekommen, führt uns die freundliche Sicherheitsdame herum und da wir wieder einmal komplett alleine sind, stellen wir uns direkt am See neben eine Palapa und sichern die Stromversorgung kurzerhand mit ein wenig Hilfe eines Spanngurts. Am Ufer wimmelt es nur so von Flamingos und Seevögeln, während in den Bäumen lautstarke Mönchssittiche wie Spatzen sitzen, die für die lokalen Landwirte längst eine echte Plage darstellen. Über lange Holzstege, die durch das Marschland führen, lässt sich die Vogelwelt wunderbar beobachten und man blickt auf die Reste eines alten Pools und einer Hotelruine, die in den 1930er Jahren im See versunken ist. Da niemand sonst vor Ort ist, darf Zora trotz eigentlichem Hundeverbot ohne Leine stöbern, da die Wasservögel ohnehin unerreichbar sind und sie die Sittiche völlig kaltlassen. Als der Regen wieder anzieht, machen wir uns auf den Rückweg, wo Zora nach ihrer Schlammschlacht erst einmal eine warme Dusche über sich ergehen lassen muss, bevor wir uns ein ausgiebiges Vesper mit dem frischen Brot schmecken lassen. Ich nutze den Nachmittag, um Ordner für Ordner meine Fotos durchzukämmen, doppelte oder unscharfe Bilder zu löschen und weiter Ordnung ins Archiv zu bringen. Sobald der Himmel aufklart, bricht Susanne mit Zora noch einmal zu den Flamingos auf, während kurz nach siebzehn Uhr der neugierige Sohn der Wärterin vorbeischaut, um wie vereinbart einen kurzen Blick ins Innere unseres MANle zu werfen, bevor die beiden Feierabend machen. Da der Platz Nachts wie so oft in gleißendes LED-Flutlicht getaucht wird, schließen wir die Plissees und lassen nur einen kleinen Spalt für die frische Nachtluft offen.

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