15.09.2026 Bissfest fürs nächste Abenteuer: Frische Krone, Tetris in der Garage und Kurs auf Brasilien!

Da der Zahnarzttermin erst für 13:30 Uhr angesetzt ist, beginnt der Tag herrlich entspannt und ohne jede Hektik. Zora und ich nutzen die Zeit für eine ausgedehnte Morgenrunde, stromern durch die Gegend und blödeln ordentlich herum. Wieder am MANle steht Tetris für Fortgeschrittene an: 40 Kilogramm Hundefutter wollen verstaut sein, damit die kleine Dame da draußen auf der Piste nicht hungern muss. Also räumen wir die Dackelgarage einmal komplett um, und die Mühe lohnt sich gewaltig. Am Ende ist alles so genial formschlüssig verkeilt, dass auf künftigen Rüttelpisten garantiert nichts klappert oder wandert. Das Beste daran: Alles, was wir im Alltag ständig brauchen, liegt jetzt im direkten Zugriff, ohne dass wir erst die halbe Garage leer räumen müssen. Durch das neue System haben wir trotz der beiden riesigen Futtersäcke gefühlt sogar mehr Platz als vorher. Wo schon mal alles draußen ist, rücken wir dem feinen, roten Pistenstaub mit Staubsauger und Wischmopp auf die Pelle. Gegen Mittag satteln wir die Hühner, denn wir haben vor dem Termin noch einiges auf dem Zettel: Für Astrit springen wir kurz in die Apotheke, und die Beta braucht frischen Saft, an der Shell gibt es feinen 97-Oktan-Sprit, genau das Richtige für das kleine Moped. Beim Zahnarzt läuft alles wie am Schnürchen: Wir sind pünktlich, kommen ohne Wartezeit dran, und nach knapp einer halben Stunde sitzt die neue Krone bombenfest an Ort und Stelle. Handwerklich absolut sauber gemacht, sieht klasse aus und passt wie angegossen. Ein leichtes, ungewohntes Ziehen ist zwar noch da, aber das dürfte sich in ein paar Tagen vollends gelegt haben. Mit neuem Biss geht es direkt weiter zum Versorgungs-Marathon. Zuerst stürmen wir den Supermarkt und arbeiten zügig die Einkaufsliste ab, danach steuern wir einen Autozubehör-Laden an. Vorsorge ist auf Reisen die halbe Miete: Für die rechte Seite haben wir schon Ersatz an Bord, jetzt wandert auch für links eine frische Rücklichtabdeckung ins Lager. Auf dem Rückweg halten wir noch an einem kleinen Straßenstand, die Bananen im Supermarkt konnten Susannes geschultem Blick nicht standhalten, hier am Straßenrand gibt es deutlich bessere Ware. Als wir wieder am Platz anrollen, weiß Zora schon ganz genau, wie spät es ist: Feierabend-Runde zum Fluss! Wir lassen uns treiben und genießen das Wasser, denn die Pflicht des Tages ist erledigt. Zurück am Stellplatz wird das MANle endgültig reisefertig gemacht. Outdoorküche, Tisch, Stühle, Leiter und Wasserschläuche wandern an ihre festen Plätze. Die Beta und die Fahrräder heben wir auf die Heckbühne und zurren alles sturmfest fest. Während die Hydraulik arbeitet, lasse ich den dicken MAN-Motor laufen, um die Batterien zu schonen, und nutze die Zeit gleich, um rundum den Reifendruck zu prüfen, morgen früh wollen wir schließlich ohne Verzögerung den Zündschlüssel drehen. Weil die Nandus uns ein paar unschöne Grüße auf dem Vorzeltteppich hinterlassen haben, kriegt der noch eine kräftige Dusche mit dem Schlauch und bleibt über Nacht zum Trocknen liegen. Der ist morgen mit zwei Handgriffen eingerollt. Die Brauchwassertanks schwappen wieder randvoll bis obenhin, die Vorratskammer platzt aus allen Nähten, wir sind absolut autark und startklar für die Reise Richtung Brasilien. Am Abend kommt Astrit vorbei, holt ihre Sachen ab und bringt uns noch ein herrlich duftendes, großes Brot mit. Nach einer letzten kleinen Gassirunde unter dem südamerikanischen Sternenhimmel machen wir die Schotten dicht, kuscheln uns rein und lassen diesen rundum produktiven Tag gemütlich ausklingen.

 

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