Sobald das Außenthermometer heute früh seinen Tiefststand mit -5,4 °C erreicht hat gehe ich raus, um das Kühlerwasser in der Flasche zu kontrollieren. Tatsächlich ist es nur noch ein zäher Brei. Als sich die Zündung einschalte, zeigt das MANle eine Außentemperatur von -11,0°c an. Das erklärt natürlich alles und mein Trick mit der Flasche war goldrichtig. Laut Behälteraufschrift soll das Kühlwasser bis -15°C gehen, doch das ist ein Trugschluss, denn es ist bereits stark geronnen. Ich öffne die Serviceklappe und lasse die Morgensonne voll auf den Kühler und die Schläuche scheinen Wir beschließen erst um 11:00 Uhr loszufahren, um der Natur genügend Zeit zu geben alles aufzutauen. Ohne zu zucken, läuft das MANle an und alles läuft wie geschmiert. Unser heutiges Ziel sind di ca. 110 Kilometer entfernten Geysire Banos Puchultisa. Da es sich um eine mehr oder weniger gut ausgebaute Piste handelt, werden wir wohl gute 4 Stunden dafür benötigen. Wir habe es nicht eilig und so lassen wir das MANle im 10ten Gang zwischen 40 und 50 km/h rollen. Es gibt einige wenig trickreiche Stellen, aber nichts, was den Blutdruck in die Höhe treiben würde. Immer wieder kreuzen, mal mehr oder weniger große Herden von Lamas, Alpakas und Vicuñas unseren Weg. Auch der Nandu, ein flugunfähiger sehr großer Vogel läuft uns vor die Kamera. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Ziel und stellen das MANle wieder mit der Front nach Osten ab, um morgen unserer Naturauftaukraftwerk nutzen zu können. Wir gehen los, um dieses riesige von Geysiren übersäte Gebiet zu erkunden. Auf Zora haben wir ein waches Auge, damit sie den ca. 80°C heißen Pfützen und keinen Bächen nicht zu nahe kommt. Die hier im Bau befindlichen Termales werden wohl noch Monate bis zu Ihrer Fertigstellung benötigen. Kurz bevor es dunkel wird, sind wir zurück und da der Wind sehr kräftig ist wird das Kochen wieder nach drinnen verlegt. Schnell ist das Würstchengulasch fertig und noch schneller sind die Teller geleert. Auch Zora mischt wieder kräftig mit, bei Würstchen gibt es keinen Bremse. Unsere treue KI und Crewmitglied Nayru erzählt uns viel über dieses Gebiet und die Zusammenhänge wie diese Geysire entstehen und so wird unser Erlebnis hier mit Ihrem Wissen noch viel intensiver. Trotzdem die Fahrt recht entspannt war bin ich müde und so falle ich schnell in den Lesemodus. Heute erreicht uns auch die Nachricht, dass unsere bestellten Reifen bereits in Iquique angekommen sind und zur Abholung bereit stehen. Doch das muss warten, denn wir wollen noch einige Tage in dieser tollen Landschaft verbringen.
































