14.06.2026 Sitio Ramsar Sala de Surire Übernachtungsplatz

Wieder sind die Morgenstunden bitterkalt und so starte ich sehr früh die Motorvorerwärmung. Auch den Batteriebooster schalte ich etwas früher ein. Wie zu erwarten, springt das MANle ohne zu murren an und läuft schnell in einem ruhigen Standgas. Wir sind mit allem fertig und so fahren wir auch gleich los. Doch Gas annehmen will der MAN noch nicht so richtig, aber bis wir auf die Ruta A-235 kommen, läuft alles rund. Doch nur kurz, dann steigt die Motortemperatur zügig an und unsere Heizung funktioniert nicht. Schnell stoppe ich den Motor, um zu prüfen, was los ist. Nach einem Neustart geht die Heizung und auch die Motortemperatur fällt in den normalen Bereich. Das hat uns wohl unser Kühlmittel, das eigentlich bis -15°C funktionieren sollte, im Stich gelassen.Da nun aber wieder alles sauber läuft, fahren wir die 50 Kilometer weiter bis zum Salar de Surire, um dort einen Übernachtungsplatz zu suchen. Den zu finden ist wirklich nicht schwer, denn als wir auf die A-253 abbiegen, sind wir endgültig ganz alleine. Wir fahren die kleine Stichstraße zum Chancacollo Mirador raus und können uns dort windgeschützt für die Nacht abstellen. Der Anblick von hunderten Flamingos ist überwältigend. Schnell ziehen wir die Wanderschuhe an und nutzen die warmen Nachmittagsstunden, um die Umgebung zu erkunden. Zora kommt erst mal an die Leine, wir wollen erst checken, wie sie auf die Flamingos reagiert. Doch an ihnen hat sie kein Interesse und so können wir sie frei laufen lassen. Als wir zurückkommen, hat sich eine kleine Herde Vicuñas bei uns eingefunden. Wir umrunden die gar nicht so scheuen Tiere und genießen noch etwas die Zeit am See.Da ich nun unserer Kühlflüssigkeit überhaupt nicht mehr traue, fülle ich eine kleine Menge in unsere Überdruckauffangflasche, die vor dem Kühler hängt, um dort prüfen zu können, wie sich die Flüssigkeit bei tiefen Temperaturen verhält. Da hier ein eisiger Wind weht und den Kühler zusätzlich auskühlt, hänge ich mein Vlies davor, um das zu verhindern. Es wird langsam dunkel und die untergehende Sonne taucht den See in ein magisches Licht. Schnell fallen die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt und so bleiben nun alle im warmen MANle. Wir wärmen unseren restlichen Rollbraten von gestern auf und Susanne zaubert eine gute Soße dazu. Mit Spirelli und frischem grünen Salat ein richtig gutes Abendessen. Wir sind von den Aktivitäten hier auf über 4200 m Höhe recht müde und gehen früh schlafen.

Navi­gation