14.05.2026 Besuch der Islas Ballestas und des Reserva Nacional de Paracas

Wir müssen früh raus, um mit Zora noch eine Weile draußen zu spielen, bevor wir los müssen, um unsre Bootstour zu den Islas Ballestas zu machen. Es ist richtig viel los am Bootssteg und viele Gruppen werden gebildet um die vielen Boote zu besetzten. Wir haben Glück und können als erste ins Boot und so die besten Plätze erobern. Es ist nur eine halbe Stunde fahrt und wir stoppen noch bei den ersten Nazca Linien, riesige Figuren, die in den harten Sand vor vielen hundert Jahren hergestellt wurden. Anschließend führt uns die Tour weiter zu den Islas Ballestas. Wir sehen riesige Schwärme von Kormoranen fliegen, werden doch sogleich belehrt, dass die Population hier um mehr als die Hälfte in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Auch die Seelöwenpopulation ist um mehr als 90% zurückgegangen. Alles wird auf die Klimaerwärmung geschoben, doch dass hier täglich mehr als 50 Ausflugsboote durch das Wohnzimmer dieser Tiere pflügt und mit lauten Lautsprecheransagen für die Besucher das Ökosystem stört, auf diese Idee kommt hier niemand. Auch die hier üblicherweise in großer Zahl anzutreffenden Humbold Pinguine, haben sich auf drei Stück, die wir sehen reduziert, und unser Guide war völlig aus dem Häuschen, dass wir überhaupt welche sehen. Er hat wohl selbst gar nicht damit gerechnet. Es ist wohl nur noch eine frage der Zeit, bis auch dieses Ökosystem gänzlich zerstört wird. Nach gut zwei Stunden sind wir zurück und machen uns auf zurück zum MANle. Welch eine Überraschung, als wir dort ankommen, denn eine große Reisegruppe hat sich zum Gruppenfoto vor das MANle platziert. Schnell ist das MANle abfahrtsbereit und wir machen uns auf das Reserva Nacional de Paracas zu befahren. Der Eingang ist nur 6 Kilometer von hier und schnell sind die Tickets gelöst und wir können reinfahren. Zora wird wieder geschmuggelt und so machen wir uns auf, die gut zu befahrende Piste in dieses große Dünengebiet zu fahren. Es ist schon krass, dieses Gegensätze zu sehen. Erst dieses riesigen üppig grünen Hochflächen des Altiplano und nun diese riesigen völlig kahlen Sandberge. Gute 20 Kilometer fahren wir durch diese Sandlandschaften und besuchen diverse Strände. Da hier das Übernachten nicht erlaubt ist, fahren wir zurück nach Paracas, um dort zu übernachten. Dieses Mal messen wir das Tor zum öffentlichen Parkplatz aus und tatsächlich ist die Durchfahrthöhe über 4 Meter. Allerdings geht es direkt nach dem Tor hoch, so dass wir dadurch ein paar Zentimeter verlieren, doch es reicht trotzdem. Wir stellen uns ganz ans Ende des Platzes gegen die Mauer, um etwas von Straßenlärm geschützt zu sein. Wir beschließen in die Stadt zu laufen, um dort zu Abend zu essen. Ich entscheide mich für eine lokale Suppe, was ein absoluter Volltreffer ist. Sie schmeckt richtig gut und ist auch sehr reichhaltig. Für Zora schwimmen darin sehr viele Rindfleischstücke, so dass auch sie voll auf Ihre Kosten kommt. Nach dem Essen laufen wir noch die vielen Souvenirstände ab gehen anschließend zurück zum Parkplatz. Die Nacht verläuft überraschend ruhig.

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