Zora ging es heute früh nicht gut, und sie musste schnell raus. Also waren wir früh auf den Beinen, und ich ließ sie von der Leine, damit sie in Ruhe ihre Morgentoilette erledigen konnte. Vorsorglich gab ich ihr etwas mehr Zeit, denn die Futterumstellung tut ihr offensichtlich nicht ganz so gut. Lange hielt die Vorsicht allerdings nicht an: Schnell war sie wieder auf Abenteuer aus und jagte erst mal die Katzen auf die Bäume. Als wir zurückkamen, war auch Susanne aufgestanden und wir planten unseren Tag. Ursprünglich wollte ich heute die Bleche für den neuen Filterkasten in Chris’ Werkstatt anfertigen und von ihm zusammenschweißen lassen. Doch daraus wurde mit dem Schweißen nichts, da er an einem Sprinter alle Hände voll zu tun hatte. Immerhin konnte ich die Bleche selbst vorbereiten und ihm direkt bei seinem Sprinter-Problem aushelfen, damit er morgen wirklich Zeit für meinen Kasten hat. Die Arbeiten zogen sich bis spät in den Abend, und es war bereits dunkel, als wir endlich fertig waren. Alles war deutlich aufwendiger als gedacht, aber als der Kunde seinen Wagen am späten Abend abholte, war der Sprinter wieder voll fahrtauglich. Susanne hatte zwar das Abendessen vorbereitet, aber es war schon kalt, bis ich von der Werkstatt zurückkam. Ich nahm es hin und aß es eben kalt. Nachdem ich das Geschirr gespült und alles an seinen Platz geräumt hatte, ging es direkt ins Bett. Dort musste ich noch schnell die neuen gewaschenen Jeans aufräumen. So ein harter Schraubertag hinterlässt Spuren, und ich war todmüde. Auch Chris löschte schließlich die Lichter in der Werkstatt und ging zum Abendessen in seine Wohnung. Morgen um 09:00 Uhr starten wir dafür mit unserem eigenen Projekt.
