12.08.2026 Embalse Cruz del Eje

Auch dieser Tag startet bewölkt und wir kommen alle nur langsam in die Gänge – es ist schon nach 10:00 Uhr, bis Zora sich ausgiebig streckt und signalisiert, dass sie raus möchte. Ich begleite sie auf ihrer Runde, um ein wachsames Auge auf sie zu haben, denn hier tummeln sich viele Wasservögel und die sollen ungestört bleiben. Zurück am MANle ist auch Susanne aufgestanden und hat bereits gefrühstückt, sodass wir das Fahrzeug startklar machen und kurz darauf diesen schönen, ruhigen Ort verlassen, um unser heutiges Ziel, den Embalse Cruz del Eje, anzusteuern. Wir rollen auf der Ruta 28 zurück Richtung Olta und wechseln schließlich auf die Ruta 38, die uns direkt bis in das Städtchen Cruz del Eje führt. Auf den rund 170 Kilometern überwinden wir gerade einmal 48 Höhenmeter; das MANle schnurrt entspannt mit 1100 U/min vor sich hin und genehmigt sich dabei verlässliche 22 bis 28 Liter auf 100 Kilometer. Unterwegs halten wir an einem kleinen, aber erstaunlich gut sortierten Supermarkt, in dem wir mühelos all unsere Vorräte auffüllen können, während wir an einer Tankstelle frisches Brauchwasser bunkern und somit bestens ausgerüstet am Stausee eintreffen. Die offiziell ausgewiesenen Stellplätze erweisen sich jedoch als unpassend, da die tief hängenden Baumkronen keine Durchfahrt für die Höhe des MANle erlauben. Kurzerhand fahren wir hoch zur imposanten Staumauer und finden auf einer freien Fläche neben der Zufahrt zu einem Bootsgelände den perfekten Standplatz, zumal das dortige Zugangstor abends geschlossen wird und somit absolut kein Durchgangsverkehr herrscht. Von hier aus führt eine malerische Piste am Seeufer entlang, die uns direkt zu einer kleinen Wanderung verleitet, auf der wir etwa 2,5 Kilometer bis zu einem Anglerclubhaus spazieren, bevor wir den Rückweg antreten. Dort schließt sich uns ein freundlicher, schwarzer Pitbull-Labrador-Mix an, der sich auf Anhieb blendend mit Zora versteht und die gesamte Strecke friedlich und einträchtig an ihrer Seite mitläuft. Zurück beim MANle nutzen wir die angenehmen 15°C, um draußen die Outdoorküche aufzubauen, den Tisch herauszuholen und das Abendessen vorzubereiten: Es gibt köstliches Hähnchenbrust-Geschnetzeltes mit Paprika, Zwiebeln und Kichererbsen, abgerundet durch frisches Weißbrot und ein eiskaltes Amstel Lager. Als wir gemütlich am Tisch sitzen, schockt uns Zora allerdings mit einem bisher ungekannten Zeckenbefall, denn wir zupfen weit über 50 der fiesen Biester aus ihrem Fell. Susanne setzt sich kurzerhand mit ihr auf den Boden und kämmt ihr Fell akribisch durch, um so viele Parasiten wie möglich zu erwischen. Nach diesem gehörigen Schreck verdonnern wir Zora vorerst auf den Teppich im Innenraum, um auch die allerletzten Nachzügler zu finden, womit das freie Strolchen am See für sie gelaufen ist und sie vorerst Hausarrest hat, das wird morgen früh bei der Morgentoilette sicher noch spannend. Schließlich räumen wir draußen alles zusammen, ziehen uns ins gemütliche MANle zurück und lassen den erlebnisreichen Tag entspannt beim Lesen und Bildersortieren ausklingen.

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