Morgens früh werden wir von lauten Geräuschen am MANle geweckt. Kühe reiben sich an unseren Tankverkleidungen aus Riffelblech. Zora macht ordentlich Rabatz, doch das stört die Kühe wenig. Sie rennt schnell raus und noch schneller wieder rein, denn die Kühe mit Ihren Kälbern sind sehr wehrhaft. Auch ich gehe raus, damit da nicht doch noch was beschädigt wird. Die Sonne hat es nun ins Tal geschafft und so trollt sich die Herde um in die Sonne zu kommen. Wir machen das MANle startklar und folgen nun weiter der Carretera 28D. Diese hat nun einige Überraschungen für uns parat. Zum einen wird die Fahrspur sehr eng für einen LKW und es geht auf der Fahrerseite senkrecht runter und auf der Beifahrerseite haben wir oft nur 10cm zur Felswand. Doch das Beste sind Tunnels, mit denen wir nicht gerechnet haben und die auch nirgends beschrieben sind. Der erste Tunnel ist zwar hoch und breit genug, hat aber am Ausgang eine 90° Kurve die sehr eng ist. So haben wir gefühlt noch 5cm Luft am Fahreraus und unsere Verkleidung von der Hebebühne hinten noch weniger. Durch unsere Länge hat auch unsere Kabine quasi gar keine Luft mehr. Doch wir schaffen es gerade so ohne Kratzer. Aber beim zweiten Tunnel wird es noch enger. Die Breite reicht geradeso, aber bei der Höhe kratzt unser Kabelgleiter an der Felsendecke. Aber wir schaffen es durch und folgen der nun etwas breiteren Straße runter ins Tal. Da wird es dann richtig spannend, denn wir haben oft nur Zentimeter zwischen Wohnkabine und Felswand und oft ist unsere Reifen an der Kante zum Abgrund. Zum Glück ist der Belag topfeben, damit wir nicht anschlagen. Einige Passagen gehen nur im Schritttempo so das wir sehr viel Zeit verlieren. Wir sind heilfroh, als wir die Carretera 28A nach 78 Kilometern erreichen. Nun geht es flott, denn diese ist für den Schwerlastverkehr ausgebaut und stark befahren. Da unsere Bergtouren wieder viel Diesel gekostet haben, tanken wir noch mal 180 Liter nach. Leider hat die Tankstelle leere Wassertanks, so dass wir kein Brauchwasser aufnehmen können. Das machen wir eine Tankstelle später und Susanne hört wieder einen unsere Reifen pfeifen. Es ist wieder die gleiche Schadstelle wie beim letzten Mal und daher kommt nun das nagelneue Ersatzrad zum Einsatz. Wir erreichen die Abzweigung zur Lagune Morion und folgen der schmalen Straße bis zum Parkplatz vor der Lagune. Zwar ist auch die Ortsdurchfahrt durch das Dorf Bernales sehr eng, aber das kann uns heute nicht mehr schocken. Als wir bei der Lagune ankommen, sind gerade mal zwei Autos auf dem großen Parkplatz. Wir laufen die letzten 300m über die Sandpiste zur Lagune. Wir sind hier umgeben von riesigen Sanddünen und die Lagune wirkt wie eine Oase in der Wüste. Wir holen Tische und Stühle raus und machen es uns hinter dem MANle bequem. Es gibt hier kein Licht und so sehen wir einen grandiosen Sternenhimmel, bevor wir zu Bett gehen.























