Hier am Strand von Peru starten die Tage sehr sonnig und warm. Schon beim Training bin ich nassgeschwitzt. Nun kommt die Stunde der Wahrheit für unsere Treppe. Nun beim objektiven Betrachten des Schadens wird das ganze Ausmaß deutlich. Die Streben sind teilweise abgerissen und die die noch intakt sind, sind stark verbogen. Da diese streben aus stranggepresstem Aluminiumsind kommt zurückbiegen nicht in Frage, da diese dann brechen. Daher fertige ich aus der alten Halteplatte unsre SAT-Anlage neue Streben an. Ich habe ja glücklicherweise die passenden Sägeblätter schon in Curenca in Baumarkt gekauft. Da die Bolzen alle vernietet sind bleibt nur der Weg diese mit der Flex abzufeilen, damit ich sie herausziehen kann. Diese sind in Kunststoffbuchsen gelagert und das will ich erhalten. Rainer ist handwerklich auch sehr begabt und hilft mir anschließend die Bolzen mit M6er Gewinde zu versehen, damit wir die Bolzen nach der Montage wieder gegen Herausrutschen sichern können. Nachdem diese Vorbereitungen alle abgeschlossen sind, schrauben wir alle neuen und alten Teile wieder zusammen und montieren anschließend die Trittbretter. Da auch der Abschlag, welcher die Treppenbewegung nach vorne begrenzt, einen ordentlichen Schlag abbekommen hat, müssen wir auch dort Hand anlegen. Die Treppe ist zwar nun immer noch etwas schief, doch das tut der Funktion keinen Abbruch. Nur beim Rausfahren hackt sie noch ein wenig, doch das stört die Funktion nicht. Dennoch versuche ich mit Spanngurten die verbogenen Profile noch etwas zu richten, um auch das noch zu verbessern. Bei 33°C in der Sonne war das eine schweißtreibende Arbeit und daher ist anschließend erst mal abhängen angesagt. Wir haben uns zum gemeinsamen Abendessen verabredet und daher räume ich alles Werkzeug und Restmaterial auf bevor wir losgehen. Das erste Restaurant hat zwar geöffnet, bietet aber kein Essen an. Zora soll trotz Strandnähe draußen bleiben. Die Leute hier sind schlicht zu faul uns zu bedienen. Daher laufen wir ein Stückchen zurück und werden dort freundlich empfangen. Zora darf überall mit und hier ist ganz anderer Zug auf der Kette. Schnellbekommen wir die bestellten Getränke geliefert, nur auf das Essen müssen wir etwas länger warten. Aber das hat sich gelohnt. Der Fisch ist sehr gut zubereitet und auch die Zutaten sind lecker. Es ist spät geworden und so laufen wir mit den Taschenlampen am Strand entlang zurück und haben mit den viele Krabben mächtig Spaß. Der ganze Strand ist voll davon und überall, wo der Lichtkegel hin leuchtet, rennen die Krabben blitzschnell in Ihre Löcher. Auch für Zora sind diese viel zu schnell. Sie hetzt von einem Loch zum nächsten und zieht immer den Kürzeren. Wir sind müde vom arbeitsreichen Tag und so gehen wir in unsere Camper, um dort noch etwas Schutz vor den Moskitos zu suchen.
