Nach einer recht ruhigen Nacht nimmt der Verkehr auf der Ruta 52 nun mit Tagesanbruch immer mehr zu, doch es sind nur die LKWs Richtung Jama Pass die so früh weiter fahren. Zora ist heute früh recht bald auf den Beinen und will raus. Als ziehe ich mich an, um mit Ihr draußen die Gegend weiter zu erkunden. So ein Flusslauf mit Felsen zieht sie halt magisch an. Sie ist zu spielen aufgelegt und schnell ist ein Stock gefunden und die wilde Hatz geht los. Natürlich kommen wir klatschnass zurück zum MANle. Wir machen uns zur Abfahrt bereit und rollen langsam raus auf die Ruta 52 die uns weiterhin hinunter in das des Rio Grande führt. Nun wechselt schnell die Landschaft und es gibt große Felder und üppiges grün. Auch stehen wieder große Bäume am Straßenrand und wir müssen nun wieder auf starke Äste achten. Wir treffen auf Die Ruta 9 die uns nach Salta bringen soll. Doch eine Verkehrskontrolle weist uns darauf hin, dass es eine Höhenbegrenzung gibt und wir nicht durchpassen. So müssen wir den Umweg über die Stadt Perico nehmen, was uns gute 50 Kilometer Umweg einbringt. Aber bis hier ist es gut gelaufen und wir sind immer noch gut in der Zeit. Allerdings liegt unser ausgesuchter Camping El Portal de Cerillos genau auf der anderen Seite der Stadt und so müssen wir Salta komplett umfahren, was aber auf den breiten Umfahrungsstraßen mit wenig Verkehr sehr einfach ist. Ich kann den Platz allerdings von dieser Seite kommend nicht anfahren und muss wenden, um von der anderen Seite rein zu fahren. Das klappt aber total einfach und der Platz ist sehr groß und eben, sodass wir einen sonnigen Platz aussuchen, frei von Bäumen. Wir richten uns ein und füllen auch unsere Brauchwasservorräte sofort auf. Was erledigt ist, ist erledigt. Solange die Druckluft noch da ist, fülle ich auch unser Ersatzrad, welches ca. ein Bar pro Tag Luft über das Ventil verliert und erst bei ca. vier Bar stagniert. Das ist nicht weiter schlimm, doch ich möchte den Reifen fest gegen die Felge gepresst wissen, damit da kein Schmutz dazwischen gerät. Heute ist es hier richtig sonnig und warm und so kommen Tische und Stühle raus, die Markise fahren wir aus und auch unseren Teppich legen wir aus. Wir haben auf der Fahrt sowohl Gemüse und Obst eingekauft und an einen Straßenstand auch ein Grillhähnchen mit Reis und Brot erworben. Wir wärmen nun alles noch einmal auf und so ist unsere Abendessen schnell gemacht. Zora und Grillhähnchen geht ja sowieso immer und so haben wir einen sehr glücklichen Hund am Esstisch. Aber auch der Platz ist wieder für sie optimal. Komplett eingezäunt, ein freundlicher Nachbarhund, Kinder die gerne mit Hunden spielen und vor allem wieder ganz viel Gras. Es gibt hier auch viele kleine Pfade, die sie erkunden kann und wenn nicht gerade das Essen auf dem Tisch steht, spielen wir hier nur noch die zweite Geige. Es ist auf der Durchgangsstraße zwar etwas Verkehr und die Straßenlaternen sind hell, doch wir sind mittlerweile so abgebrüht, dass uns das nicht an einem guten Schlaf hindert. Da wir hier die einzigen Gäste sind, bleibt es auch ruhig.











