07.09.2026 Camping Pequena Baviera Treffen mit Elke und Axel

Nachdem die Drohne ihre morgendlichen Runden über dem Platz gedreht hat und Zora auf der großen Platzrunde ordentlich Bewegung bekommen hat, heißt es für uns: Startklar machen für das Camping Pequena Baviera. Bevor wir jedoch auf die Piste gehen, steht eine kleine logistische Meisterleistung an. Erste Station: der deutsche Metzger gleich um die Ecke. Hier schlagen wir ordentlich zu und decken uns kräftig mit frischem Fleisch und feinsten Würsten ein. Anschließend steuern wir den deutschen Supermarkt an, um die Vorräte mit Dingen aufzustocken, die man sonst in Südamerika vergeblich sucht. Ein echter Glücksgriff ist auch das hiesige große Waffengeschäft: Es führt das komplette Pflegesortiment von Ballistol, also wandern direkt zwei große Dosen Universalöl ins Bordgepäck. An der Shell-Tankstelle machen wir die Tanks randvoll mit günstigem Diesel. Perfekt abgerundet wird der Versorgungsstopp durch die angeschlossene Lkw-Waschstation: Hier bekommt das MANle eine gründliche Dusche, um den roten Staub der letzten Pistenkratzer endgültig loszuwerden. Heute stehen keine Experimente auf dem Programm. Wir rollen auf den hervorragend ausgebauten Hauptstraßen zügig nordwärts in Richtung Asunción. Noch vor den Toren der Hauptstadt biegen wir von der Ruta 2 ab in Richtung des kleinen Dorfes Ytumi. Kurz davor liegt unser heutiges Ziel: das Campinggelände Pequena Baviera. Hier wollen wir uns mit Elke und Axel treffen, die wir im Dezember 2025 in Kolumbien auf der Finca Bonanza kennengelernt haben. Die Fahrt verläuft tiefenentspannt, glatter Asphalt, kaum Verkehr, einfach nur Kilometer fressen. Bereits kurz nach der Mittagszeit erreichen wir den Platz und rangieren das MANle so ein, dass später auch Elke und Axel bequem neben uns Platz finden. Der Empfang ist herrlich herzlich, inklusive der vielen tierischen Mitbewohner: Freilaufende Pferde, Nandus, Hühner und allen voran Loki, das freche Äffchen, wollen begrüßt werden. Zeit fürs Mittagessen! Eine übrig gebliebene halbe Pizza wandert in unsere neue Heißluftfritteuse, und kommt knuspriger und besser heraus, als sie frisch je war. Die warme Nachmittagssonne lockt uns zu einer Wanderung hinunter zum Fluss. Gut zwei Kilometer Wegstrecke tun den Beinen nach der Fahrerei richtig gut. Am Wasser ist Zora absolut in ihrem Element: Im glasklaren, kühlen Nass gibt es für sie kein Halten mehr, Bauch abkühlen, durch die Strömung fetzen und nach Herzenslust Vollgas geben. Frisch ausgetobt machen wir uns auf den Rückweg und genießen die entspannte Stimmung zwischen den Tieren. Am Nachmittag trudeln zudem Gabi und Erich ein, die wir bereits aus Hohenau kennen. Am späten Nachmittag ist es dann endlich so weit: Elke und Axel rollen auf den Platz! Die Wiedersehensfreude ist riesengroß. Kaum steht der Mercedes an seinem Platz, sitzen wir zusammen und tauschen die neuesten Reisegeschichten aus. Lange bleiben die Hände allerdings nicht in den Taschen: Axel und ich machen einen Abstecher zu Cris in die Werkstatt, um einen Schlachtplan für die anstehenden Reparaturen am Mercedes auszuhecken. Es versteht sich von selbst, dass für so ein komplexes Fachgespräch die eine oder andere Flasche Bier nötig ist. Zurück bei Elke und Susanne rufen die Pflichten am Herd: Es gibt deftigen Leberkäs mit Spiegeleiern und ofenfrische Laugenbrezeln aus dem Supermarkt, veredelt durch ein kühles Paulaner Weißbier. Die Heißluftfritteuse liefert wieder einmal auf den Punkt ab, ein grandioses Abendessen wie daheim. Lange sitzen wir noch in gemütlicher Runde beisammen, lachen und ratschen in die laue Nacht hinein. Doch der Tag war lang, die Bettreife siegt schließlich und wir verabschieden uns in die Federn. Morgen wartet die Werkstatt, wir haben einiges vor.

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