Es hat die ganz Nacht über geregnet und entsprechend matschig ist unser Stellplatz. Über die Einfahrt läuft ein Wasserrinnsaal und hat den Boden tief aufgeweicht. Da ich vorwärts nicht auf einmal rauskomme entscheide ich mich für den sicheren Weg rückwärts auf den befestigten Weg. Ich kann auf dem Stellplatz das MANle gut wenden und so kann ich rückwärts, ohne zu lenken aus dem Platz herausfahren. Da es so auch leicht bergab geht habe ich alle Vorteile auf meiner Seite. Vorsorglich lasse ich aber die Luft auch aus den anderen Reifen und so komme ich, ohne auch nur einmal zu rutschen sicher durch die schlammige Passage. Wieder auf festem Grund pumpen wir die Reifen auf und fahren los. Wir wollen heute eine ganze Strecke auf der Tronca Amazóníca 45 bewältigen. Wir tanken noch mal 60 Gallionen nach und folgen der Ruta 28 bis zur Abzweigung auf die Tronca Amazóníca 45. Es ist zwar stark bewölkt und in den Tälern herrscht dichter Nebel, doch wir müssen auf über 4000m hoch und da ist die Aussicht über die Berge sehr gut. Wir kommen nur langsam voran, denn die Ruta 28 ist stark befahren. Das ändert sich als wir auf die Tronca Amazóníca 45 abbiegen. Zwar ist auch das eine Hauptroute, doch es sind deutlich weniger LKW´s unterwegs. AM Rio Salado finden wir einen guten Platz zum Übernachten und so halten wir an und parken das MANle hinter den hohen Sträuchern. So sind wir von der Straße aus nicht zu sehen. Sofort machen wir uns zu einem Erkundungsspaziergang auf. Zora ist wieder voll in Ihrem Element. Wasser und jede Menge Vögel. Wir müssen uns den Rest des Tages nicht mehr um Sie kümmern. Da nun die Sonne scheint hole ich am Flussufer gutes Brennholz und säge es in passende Stücke für meinen kleinen Ofen. Alles wir auch zu kleinen Scheiten gespalten damit das auch schön brennt. Die Sonne trocknet das noch etwas feuchte Holz schnell. Auch unseren Vorrat an Kokosfasern erweitere ich, damit wir da keinen Engpass für die Toilette bekommen. Erst als es dunkel wird räume ich das alles weg. Zum Abendessen gibt es die restlichen Schnitzel und der Blumenkohl wird mit Käse überbacken. Tatsächlich können wir seit langer Zeit wieder lange draußen sitzen und die Frösche stimmen ihren Gesang an. Natur pur, ganz so wie wir es lieben. Es wird auch hier recht kalt am Abend, daher gehen wir lieber rein. Zora hält davon gar nichts und bleibt lieber draußen. Erst als wir sie rufen, kommt sie rein.





