Tatsächlich schlafen wir hier so gut wie schon lange nicht mehr und starten voller Energie in den Tag. Wir nutzen die Zeit hier, um fällige Arbeiten am MANle und in unsere Wohnkabine auszuführen. Da wir hier sehr gutes Wasser und jede Menge Sonne haben nutzen wir dies, um alle unsere Wäsche und auch alle Decken und Bettwäsche zu waschen. Fünf Maschinen Wäsche sind es und auch für Morgen bleibt noch was übrig. Ich starte meine Arbeiten mit der Kontrolle unsere hinteren Diffrenzialölstandes. Da dieser ganz leicht unter der Kontollschraube ist fülle ich nach, bis es rausläuft. So habe ich nun eine gute Kontrolle, ob wir Öl verlieren. Anschließend widme ich mich unserem abgerissenen Aluminiumeck der Wohnkabine. Dieses muss ich erst mal wieder in Form bringen, damit es einigermaßen passt. Das wird nicht mehr wie neu erfüllt aber seinen Zweck. Bevor ich es montiere, streiche ich die offenen Stellen dick mit Silikon ein, um zu verhindern, dass Wasser eindringen kann. Anschließend verschraube ich das Eck und dichte auch alle Fugen ab. Ich nutze die Sonne um Kokosflocken zu trocken und auch mein Feuerholz muss noch einmal in die Hitze um endgültig trocken zu werden. Da unserem Eierkocher auch ein Eck ausgebrohen ist bilde ich dieses nach und verlebe es. So hat er wieder die volle Funktion. Wir haben es ja geschafft, das wir alle unsere Auffahrbretter verloren haben. Beim Besuch der Lagune San Nicolás habe ich einen unförmigen Balken gefunden, der aber sonst sehr gut ist. Daher nehme ich nur die große Akkuflex mit einer Holzbatt und schmirgle die großen Wellen runter. So erfüllen nun auch diese sehr gut Ihren Zweck. Als die Sonne etwas rumgekommen ist und unsere undichte Felge in dem Schatten kommt, bocke ich das MANle mit dem Wagenheber auf und setze ein Stütze unter die Achse. Ich löse ganz langsam die Felgenmuttern und die Druckluft im Reifen öffnet mir die Felge. Aber nur ca. 5mm, damit der O-Ring nicht aus seiner Nut springt. Nun spritze ich in die Fuge rundherum Sikaflex und nachdem es etwas angetrocknet ist Schraube ich die Felge wieder zu. So lasse ich das Rad bis morgen stehen, um alles austrocknen zu lassen. Wir werden morgen sehen ob nun die Felge dicht ist. Nanach widme ich mich unserem mobilen Wasserfilter. Diesen habe ich aufgesägt, um das Filterpapier zu reinigen. Denn das ca. 5 cm im Durchmesser messende Papierchen ist das Einzige, was den Filter verstopft. Der Grobfilter davor und auch die Kohlefüllung sind bei weitem noch nicht verbraucht. Nachdem alles gereinigt ist und das Kohlegranulat wieder eingefüllt ist verschließe ich den Filter mit epoxidharzgetränkten Glasfaserband. Es ist Zeit fürs Abendessen und wir haben einen Schweinebraten mit Ofengemüse und Reis vorbereitet. Heute kommt zu ersten Mal auch unser kleine Gasgrill zum Einsatz, um den Reis zu garen. Diese hat erstaunlich viel Power und nach wenigen Minuten kocht das Wasser und auf ganz kleiner Flamme köchelt der Reis nun vor sich hin. Der Braten benötigt auch noch 20 Minuten, so wird das alles gleichzeitig fertig. Nachdem der Bauch vollgeschlagen ist, werden wir Müde und lesen noch ein wenig bevor wir zu Bett gehen.
