Nach einer recht ruhigen Nacht mit ein wenig Brandungsgeräusch sind wir schnell reisefertig. Es regnet ununterbrochen und so findet die Abfahrtskontrolle in strömenden Regen statt. Unser Ziel ist nun Cuenca, aber das schaffen wir nicht an einem Tag. Daher hoffen wir auf der Strecke etwas Passendes zu finden. Doch zuerst gilt es die Stadt Guayaquil zu umfahren. Hier müssen wir die passenden Brücken finden, was gar nicht so einfach ist. Denn es gibt nur eine Brücke, die für den Schwerlastverkehr zugelassen ist, und die nimmt das Navi garantiert nicht. Schilder, die darauf hinweisen gibt es sowieso keine und am besten ist es einfach den LKW´s zu folgen. Das klappt dann auch ganz gut und wir sind schnell auf der richtigen Route. Es regnet ununterbrochen weiter und rechts und links der Straße sind weite Teile des Landes überschwemmt. In den kleinen Ortschaften ist es nicht besser, da steht das Wasser teilweise in den Häusern. Die großen Bananenplantagen pumpen mit riesigen Pumpen das Wasser aus den Feldern direkt in die Straßengräben. Dort läuft es bis in die Dörfer und verschlimmern die Situation noch zusätzlich. Wir können nur darauf achten, dass wir beim Durchfahren der vielen Wasserläufe keine Personen oder Mopedfahrer nassspritzen. Das tun die LKW-Fahrer hier nicht und schon gar nicht die Busfahrer. Teilweise haben die Mopedfahrer echt zu kämpfen, das sie nicht vom Moped gespült werden. Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen haben, geht es langsam in die Berge. Ab Cochancay steigt die E40 deutlich an und zu dem Regen kommt starker Nebel hinzu. Susanne findet über Google Satellit einen Mirador bei dem auch ein recht großer Parkplatz hinter einem Gebäude ist. Diesen fahren wir an und wir können hier tatsächlich gut stehen. Allerdings sieht das nach einer Partymeile aus. Doch da es sehr stark regnet, erwarten wir hier nicht noch weitere Gäste. Allerdings wohnt hier eine Familie und schalten Ihre bunten LED-Lichter ein. Doch diese sind durch den dichten Nebel kaum zu sehen. Selbst Zora will nicht vors MANle und verkrümelt sich auf das Bett. Späte am Abend kommt der Besitzer des Anwesens und weis uns darauf hin, dass dies Privatgelände ist. Doch er heißt uns willkommen und wir hoffen morgen ein paar Worte mit Ihm reden zu können.
