Wir werden heute früh von einem wolkenverhangenen Himmel begrüßt, der sich bereits gestern Abend angekündigt hat. Der Blick auf die Wetter-App bestätigt das, was wir live sehen. Das ganze Wochenende bleibt wolkenverhangen, sehr windig und es soll schneien. So beschließen wir, erst mal nach San Pedro zu fahren, um dort unsere Wäsche zu waschen, die Vorräte aufzufüllen und das gesamte MANle zu entstauben. Ab Montag dreht sich das Wetter zu strahlendem Sonnenschein und der Wind soll auch abflauen. Da wir von 3240 Höhenmetern auf 2400 Höhenmeter runterfahren, geht es sanft, aber stetig bergab. Wir lassen das MANle rollen und erreichen nach gut zwei Stunden die Stadt. Der Campground Andes Nomads Desert liegt noch kurz davor und um ihn zu erreichen, müssen wir etwa drei Kilometer einer kleinen Piste folgen. Es ist nur ein weiterer Camper hier und so können wir uns einen freien Platz mit viel Sonne aussuchen. Gleich nach der Ankunft, solange die Drucklufttanks noch voll sind, blase ich unseren Frischluftfilter der Fahrerkabine aus. Dieser ist sehr stark vom Staub der Atacama zugesetzt und man hat deutlich gespürt, dass der Luftstrom nachgelassen hat. Ich hole unsere Ausziehleiter hervor, denn auch in der Dachbox gibt es noch einiges zu sortieren. Dabei räume ich auch lange nicht benutzte Ausrüstungsgegenstände nach oben. Die nächste Baustelle ist die Fahrerkabine, die auch ordentlich Staub abbekommen hat. Mit Pinsel und Staubsauger arbeite ich vor, bevor alles mit einem feuchten Tuch nachgewischt wird. Zum Schluss werden die Kunststoffteile noch mit UV-Schutz versehen. Derweil wütet Susanne in der Wohnkabine und entstaubt dort alles gründlich. Sie richtet vier große Taschen voller Wäsche, die wir in die Wäscherei bringen wollen. Hierzu hat sie ein Taxi gerufen und der sehr freundliche Taxifahrer kennt diese gut. Auch den Liqui Moly Shop kennt er und bringt uns anschließend dorthin. Hier können wir noch Liqui Moly Fließ-Fit erwerben, um unseren Diesel für die kalten Tage in den hohen Bergen noch etwas aufzupeppen. Auf dem Rückweg halten wir noch an der Tankstelle, dort gibt es einen ATM, denn wir wollen den Campingplatz und die Wäscherei mit Bargeld bezahlen. Auch der Taxifahrer will ja seinen Fahrpreis bar. Als wir zurück sind, freut sich Zora nur sehr kurz und geht gleich mit Lucky wieder auf Tour. Die beiden sind dann auch den ganzen Abend zusammen unterwegs und erst als es richtig dunkel wird, rufen wir sie rein. Lucky bleibt vor dem MANle auf unserem Teppich liegen, das gefällt ihm sehr gut. Wir bereiten die restlichen Spaghetti zu, so ist unser Abendessen schnell gemacht. Leider bellt Lucky die ganze Nacht mit dem Nachbarhund um die Wette und raubt uns so den Schlaf. Auch Zora meint da mitbellen zu müssen und so muss ich aufstehen und ihr ordentlich die Meinung geigen. Das ist allerdings nur von kurzer Dauer und so wird es eine etwas unruhige Nacht.



