01.07.2026 Lagunas Escondidas de Baltinache Übernachtung

Heute um 10:00 Uhr kann Susanne endlich die Ausreisepapiere für Zora von der SAG-Behörde abholen. Das MANle startet gut und baut trotz der frostigen 2 °C sofort Druck auf, bei dieser Kälte war das aber auch zu erwarten. Leider ist die Schranke oben noch geschlossen, sodass wir auf das Personal warten müssen, das mit 15 Minuten Verspätung eintrudelt. Wir fahren dieses Mal direkt zum Supermarkt, und Susanne läuft das letzte Stück zur SAG-Behörde. Bereits nach 45 Minuten hat sie alle Papiere in der Tasche und ist zurück. Jetzt aber nichts wie raus aus der Stadt und ab in die Einsamkeit der Atacama! Wir folgen nun der Ruta 23 Richtung San Pedro de Atacama, biegen jedoch kurz davor auf die B-241 ab. Direkt an der Kreuzung führt eine schmale Piste zum Monument Llama de dos cabezas. An dieser großen, von Menschenhand errichteten Steinformation verbringen wir unsere Mittagspause und lassen Zora laufen. Danach folgen wir der B-241 weiter bis zur ehemaligen zweiten Einfahrt ins Valle de la Luna. Diese Piste wird nicht mehr benutzt, doch für das MANle stellen die tiefen Gräben, die sich hier im Laufe der Zeit gebildet haben, kein Hindernis dar. Mit einem normalen PKW wäre das absolut nicht zu machen. Am Ende wurde die Piste mit großen Felsen blockiert. Also stellen wir das MANle ab und wandern zu Fuß die alte Piste hinein ins Tal. Wir kommen etwa 1,5 Kilometer weit, bis wir auf ein Hochplateau gelangen. Hier oben ist der Wind so extrem stark, dass uns die Böen fast von den Füßen holen. Doch am übelsten ist der Sand, der wie aus einer Sandpistole auf die Haut trifft, vor allem im Gesicht schmerzt das sehr. Daher drehen wir um, um im Tal wieder etwas Schutz zu finden. Doch der Wind nimmt immer weiter zu. Am Ausgang des Tals bläst er schließlich so heftig, dass wir kaum noch dagegen ankommen. Der Sand gleicht mittlerweile einem ausgewachsenen Sandsturm, der nun überall eindringt. So schnell es eben geht, kämpfen wir uns zu unserem MANle vor und sind heilfroh, wieder in unserer geschützten Kabine zu sein. Hier versuchen wir erst einmal, den Sand aus Haaren und Kleidung einigermaßen loszuwerden, bevor wir weiterfahren. Es sind noch ca. 40 Kilometer bis zu unserem Ziel, den Lagunas Escondidas de Baltinache. Dort in der Nähe wollen wir übernachten und morgen die Lagunen besuchen. Wir fahren jedoch schon mal direkt hin, um mit den sehr freundlichen Leuten vor Ort zu besprechen, was die beste Zeit für einen Besuch ist. Man rät uns, früh am Vormittag wiederzukommen, wenn der Wind noch nicht zu stark ist. Also fahren wir ca. zwei Kilometer zurück an eine Stelle abseits der Straße, wo wir das MANle auf einem gewalzten Platz sicher gegen den Wind abstellen können. Wir fahren ein klein wenig den Berg hoch und lassen die Luftfedern komplett ab, damit der Rahmen aufliegt und der Truck nicht mehr schwanken kann. Zwar hören wir den Wind draußen immer noch heulen, aber das MANle bewegt sich keinen Millimeter mehr. Spät am Abend lässt der Sturm endlich nach, und so wird es noch eine wunderbar ruhige Nacht.

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