Der Tag startet früh, denn ich will unser Reserverad wieder erneuern. Hierzu öffne ich die Dachbox und räume alles aus unseren Ersatzmantel raus und schmeiße diesen dann vom Dach. Ich teile die Felge des ruinierten Reifens und montiere darauf nun den nagelneuen Mantel. Wir immer ist das bei einem nagelneuen Reifen nicht ganz so einfach, aber dank viel Übung klappt es doch sehr gut. Da das nun montierte Ersatzrad ebenfalls nagelneu ist, montiere ich nun diesen neuen Reifen auf der anderen Seite der Hinterachse. So haben wir nun hinten zwei nagelneue Reifen drauf. Der gebrauchte, aber gute alte Reifen, wird nun das Ersatzrad. Alles geht viel schneller als erwartet und so sind wir bereits um 10:30 Uhr frisch geduscht abfahrbereit. Da es bis Tacna, nahe der chilenischen Grenze, nur noch 440 Kilometer sind, beschließen wir aber nur 200 Kilometer weit zu fahren. Susanne sucht für unsere Übernachtung den Playa el Grande heraus. Dieser ist über eine schmale Piste, die mit einigen engen Serpentinen gespickt ist, gut anzufahren und wirklich sehr groß. Wir stellen uns etwas weiter nach hinten, um dem Brandungsgeräusch etwas zu entgehen. Sofort machen wir uns auf diesen Strand zu erkunden. Es ist gerade Ebbe und das müssen wir ausnützen. Zora ist voll auf Attacke gebürstet, denn es sind sehr viele Vögel am Strand, die natürlich vertrieben werden müssen. Wir laufen zum Ende des großen Strandes und da wir auflaufende Flut haben, passen wir vorsorglich genau auf, damit uns das Wasser nicht den Rückweg abschneidet. Zora ist uns weit voraus und natürlich ist sie klatschnass und voller Sand, als sie zurückkommt. Auf den Klippen hier sitzen die Geier und beobachten uns argwöhnisch. Als wir zurück sind, wird es Zeit das Abendessen zuzubereiten. Dabei habe auch ich meinen großen Moment. Zoras Stock hat sich sauber auf die Treppe gelegt und bereitet mir eine ordentliche Rollpartie nach draußen. Hart schlage ich mit beiden Ellenbogen und dem Rücken auf der Treppe auf. Das hinterlässt unschöne Striemen auf dem Rücken und den Unterarmen. Doch Treppe und Stock haben es gut überstanden. Der Wind flacht etwas ab und so können wir gut draußen kochen. Wir machen Geschnetzeltes mit einer feinen Senfsoße dazu. Das passt wunderbar zu diesen tollen Platz. Wie zu erwarten, hören wir nur die Brandung des Ozeans, der uns alle in den Schlaf wiegt.

















