Was für ein Tag heute. Da war wieder mal alles dabei. Nachdem wir unsere Sachen gepackt haben, fahren wir weiter um die Lagune zurück auf die Carretera 3N. Schon dieser Teilabschnitt ist oft mehr Offroad als Onroad. Aber das soll noch viel spannender werden. Kommen wir auf der 3N bis Cajamarca gut voran, so ändert sich das nun schlagartig. Unser Navi nimmt die Abkürzung durch die Stadt und das ist mal wieder eine ganz enge Kiste. Oft trennen uns nur wenige Zentimeter vor dem Steckenbleiben. Vom üblichen Verkehrschaos mal ganz abgesehen. Nach der Stadtdurchfahrt wird die 3N zur ausgeschlagenen Holperpiste, auch wenn sie weiter eine Hauptverkehrsaderbleibt. Vom Reisebus bis zum Schwertransport quält sich alles über diese Piste und das Spiegeleinklappen wird zum Dauerbrenner. Letztendlich schaffen wir es aber doch und nachdem wir auch die Stadtdurchfahrt von Huamachuco gemeistert haben, zweigen wir auf die 819 ab, um die schmale Piste zur Ruinenstadt Markahuamachuco zu fahren. Die erste Teilstrecke ist noch asphaltiert, wenn auch nur einspurig. Aber wir sind spät dran und es kommen uns keine Fahrzeuge entgegen. Das ändert sich allerding ca. 4 Kilometer vor dem Parkplatz und nun windet sich die ca. 3m breite Steinpiste über einige Serpentinen steil nach oben. Natürlich müssen wir an den engsten Stellen rangieren. Das wir das aber auch rückwärts müssen zeigt sich wenig später. Wir kommen an einen Erdrusch, der die Piste so schmal macht, dass wir Steine räumen müssen, um weiterzukommen. Doch das nützt nichts, denn an einer Stelle ist die Piste so weit weggebrochen, dass die Fahrbahn nicht mehr breit genug ist für unsere LKW´s. Wenden geht gar nicht und so bleibt nur der Rückwärtsgang. Über mehrere Serpentinen geht es immer am Abgrund entlang zurück. Wir finden eine Stelle zum Wenden, auch wenn ich mit dem MANle fünfmal zurücksetzen muss. Rainer tut das nicht und fährt die gesamten 2,5 Kilometer rückwärts. An einem schönen Plateau mit toller Aussicht stellen wir die Fahrzeuge ab und beschließen morgen mit den Betas hochzufahren. Es wird eine sehr ruhige Nacht nach diesem sehr anstrengendem Tag. Doch auch Zora hat noch etwas Zuwendung verdient und so gehe ich mit Ihr noch eine Runde die Gegend zu erkunden Es gibt hier zwei Hunde, doch die haben Angst vor Zora und so hat sie keine Spielkameraden.
